Anlässlich des Tages der gesunden Ernährung am 7. März hat Gesundheitslandesrätin Beate Prettner gemeinsam mit Sonja Fidersek, Ernährungswissenschafterin in der Unterabteilung Gesundheitsförderung des Landes Kärnten, sowie Eva Mir von der Fachhochschule Kärnten ein neues Projekt zur Gesundheitsförderung an Kärntner Volksschulen vorgestellt. Im Mittelpunkt stehen gesunde Ernährung, die Stärkung der Gesundheitskompetenz und erstmals auch eine gezielte Einbindung der Eltern.
„Gesunde Ernährung ist eine der wichtigsten Grundlagen für Gesundheit und Lebensqualität. Gerade weil Übergewicht und Diabetes zunehmen, setzen wir früh an – dort, wo Kinder lernen und aufwachsen“, erklärt Prettner.
Übergewicht als zunehmende Herausforderung
Der Handlungsbedarf ist groß, denn mehr als ein Viertel der Kinder und Jugendlichen in Österreich ist übergewichtig, bei Erwachsenen sind es über 50 Prozent. Für Prettner ist daher klar, dass gesunde Ernährung nicht nur Privatsache sei, sondern eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe, die in Bildungseinrichtungen und im familiären Umfeld beginnt.
Kärnten engagiert sich bereits seit mehr als 20 Jahren im Bereich der Gesundheitsförderung. Ein Beispiel ist die Initiative „Gesunde Küche“, an der derzeit 75 Betriebe teilnehmen und täglich über 9.100 gesunde Mittagsmenüs ausgeben – auch in rund 70 Schulen und etwa 20 Kinderbetreuungseinrichtungen. Zusätzlich sind aktuell 97 Schulen und 120 Kinderbetreuungseinrichtungen Teil der Initiativen „Gesunde Schule“ und „Gesunde Kinderbetreuung“.
Eltern stärker einbinden
Mit dem neuen Projekt soll nun vor allem die Rolle der Eltern gestärkt werden. Dazu wird an Volksschulen erhoben, wie Eltern bisher eingebunden sind. Eine Befragung soll zeigen, welche Unterstützung Familien brauchen, um gesunde Ernährung im Schulalltag besser umzusetzen.
„Kinder können viel Wissen nach Hause bringen, entscheiden aber meist nicht über den Lebensmitteleinkauf oder die Schuljause. Deshalb binden wir Eltern von Anfang an ein“, erklärt Sonja Fidersek.
Einblick in Gesundheitsberufe
Ein weiterer Projektschwerpunkt sind Workshop-Module zu zwölf Gesundheitsberufen. Volksschulkinder lernen dabei spielerisch, wie sie ihre Gesundheit fördern können und an wen sie sich bei gesundheitlichen Fragen wenden können. Gleichzeitig soll ein regionaler Pool an Expertinnen und Experten für schulische Gesundheitsförderung entstehen.
Teilnahme für Schulen und Eltern
Wissenschaftlich begleitet wird das Projekt von der Fachhochschule Kärnten, finanziert wird es vom Kärntner Gesundheitsfonds. Interessierte Eltern und Volksschulen können sich unter www.gesundeskaernten.at oder per E-Mail an gesunde.gemeinde@ktn.gv.at melden.