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Neue Projekte, viel Geld: Die wichtigsten Beschlüsse der Regierungssitzung

Bei der heutigen Regierungssitzung des Landes Kärnten wurden mehrere Maßnahmen beschlossen, die sowohl die regionale Infrastruktur als auch Tourismus und Landwirtschaft betreffen. Hier die wichtigsten Punkte zusammengefasst.

LHStv. Martin Gruber, LH Peter Kaiser und LR Sebastian Schuschnig bei der Pressekonferenz nach der Regierungssitzung ©LPD Kärnten/Vouk

Ein Schwerpunkt der Regierungssitzung lag auf dem Ausbau des ländlichen Wegenetzes. Heuer werden 234 Projekte in 100 Gemeinden umgesetzt. Das Land investiert dafür rund 10 Millionen Euro, wodurch Gesamtinvestitionen von etwa 21 Millionen Euro ausgelöst werden. Die Maßnahmen reichen von Sanierungen bis hin zu Neubauten von Güterwegen und Hofzufahrten.

Millionen für Tourismus

Auch der Tourismus bleibt ein zentraler Wirtschaftsfaktor. Bis 2028 stehen bis zu 15 Millionen Euro an Fördermitteln bereit. Bereits seit 2023 wurden rund 18,5 Millionen Euro investiert, die wiederum Investitionen von etwa 130 Millionen Euro ausgelöst haben. Gefördert werden unter anderem Radinfrastruktur, Wanderangebote, Seezugänge und ganzjährig nutzbare Ausflugsziele.

Entwurf für das TeamHaus Kärnten ©GDA architecture

Ein zusätzliches Projekt betrifft die Arbeitsbedingungen im Tourismus: Mit einem geplanten „Teamhaus Kärnten“ in Velden soll erstmals ein standardisiertes Modell für Mitarbeiterunterkünfte entstehen. Ziel ist es, leistbaren und qualitativ hochwertigen Wohnraum für Beschäftigte zu schaffen – ein zunehmend entscheidender Faktor für Betriebe im Wettbewerb um Fachkräfte.

Unterstützung für Landwirtschaft und Regionen

Auch die Landwirtschaft wird weiter gezielt gefördert. Mit rund 900.000 Euro stellt das Land der Landwirtschaftskammer für ein Arbeitsprogramm mit 21 Maßnahmen zur Verfügung. Unterstützt werden unter anderem Beratung, Ausbildung, Direktvermarktung sowie konkrete Hilfen im Krankheitsfall. Ziel ist es, Einkommen zu sichern und die Wettbewerbsfähigkeit der Betriebe zu stärken.

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Parallel dazu wurde das Krisenmanagement des Landes überarbeitet (Version 6.0). Damit sollen Abläufe im Katastrophenfall verbessert und die Zusammenarbeit zwischen Land, Bezirken und Gemeinden weiter gestärkt werden.

Winterdienst forderte mehr Einsatz

Ein vergleichsweise anspruchsvoller Winter führte zu höheren Kosten im Straßenbereich: Der Winterdienst schlug mit 10,8 Millionen Euro zu Buche. Vor allem die anhaltende Glatteisgefahr sorgte für intensive Einsätze. Insgesamt waren die Mitarbeiter über 85.000 Stunden im Einsatz.

Volker Bidmon (Leiter Abt. 9), Günther Salbrechter (Leiter der Straßenmeisterei St. Veit), Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber und Thomas Unterüberbacher (Unterabteilungsleiter) 
©Büro LHStv. Gruber

Letzte Sitzung von Landeshauptmann Kaiser

Besondere Bedeutung hatte die Sitzung auch politisc, denn für Landeshauptmann Peter Kaiser war es die letzte vor seinem Rücktritt Ende März. In seine Amtszeit fallen über 9.000 Regierungsbeschlüsse.

Landeshauptmann Peter Kaiser absolvierte seine letzte Sitzung vor seinem Amtsende.
©LPD Kärnten/Vouk

„Danke an alle Kärntnerinnen und Kärntner, danke an meine Regierungskolleginnen und -kollegen. Wir haben uns bemüht, jeden Tag das Beste zu geben.“
Landeshauptmann Peter Kaiser