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Ein leises Servus nach 13 Jahren

Mit einem emotionalen Abschiedsempfang im Konzerthaus Klagenfurt hat sich Peter Kaiser am Dienstag als Kärntner Landeshauptmann verabschiedet. Nach 13 Jahren an der Spitze des Landes und insgesamt 18 Jahren in der Kärntner Landesregierung sagte er vor rund 300 Weggefährtinnen und Weggefährten „leise Servus“. Im Mittelpunkt standen Dankbarkeit, Zusammenhalt und ein Rückblick auf bewegte politische Jahre.

Peter Kaiser mit seiner Partnerin Uli Wehr beim Abschiedsempfang im Konzerthaus Klagenfurt. Foto: LPD Kärnten/Bauer

Klagenfurt – Peter Kaiser sagte am Dienstag beim Abschiedsempfang im Konzerthaus Klagenfurt „leise Servus“. Vor rund 300 Gästen blickte der scheidende Landeshauptmann auf seine Jahre in der Landesregierung zurück und bedankte sich bei allen, die ihn auf diesem Weg begleitet haben.

In einer emotionalen Rede stellte Kaiser das Gemeinsame in den Vordergrund. „Gemeinsam schaffen wir Vieles für unsere Heimat Kärnten“, betonte er. Nach zahlreichen Dankesworten an seine Person meinte er zugleich bescheiden, dass er kein „Übermensch“ sei, sondern jemand, der für das Land und seine Menschen die Ärmel hochgekrempelt habe.

Dank an Wegbegleiter

Kaiser dankte dem Regierungskollegium, politischen Mitwirkenden aller Parteien, seinen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie seiner Familie. Dabei wurde deutlich, dass er seine politische Arbeit stets als gemeinschaftliche Aufgabe verstanden hat. Miteinander, Kollegialität sowie Entscheidungen mit „Hirn und Herz“ seien für ihn immer zentrale Grundsätze gewesen.

Auch die letzte Landtagssitzung vor seinem Abschied sprach er an. Dass sich dabei alle Abgeordneten erhoben hätten, sei für ihn ein besonders bestätigender Moment gewesen, weil das Gemeinsame noch einmal spürbar geworden sei.

Würdigung für seinen politischen Stil

Altlandeshauptmann Peter Ambrozy würdigte Kaiser als Politiker mit Haltung und Beständigkeit. Er erinnerte daran, dass Kaiser nie ein lauter Polterer gewesen sei, sondern immer diskussionsfreudig, bodenständig und verlässlich aufgetreten sei.

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Auch LHStv.in Gaby Schaunig, die durch die Veranstaltung führte, hob Kaisers Art der Amtsführung hervor. Brücken zu bauen sei für ihn nicht nur politische Methode, sondern Haltung gewesen.

Europa und Zusammenhalt im Fokus

In seiner Rede spannte Kaiser auch einen Bogen über Kärnten hinaus. Das Land habe sich in seiner Amtszeit sichtbar in Europa integriert und etabliert. Gerade in einer herausfordernden Zeit brauche es ein klares Bekenntnis zu Europa, zu Zusammenarbeit und zu gemeinsamer Stärke.

Zugleich betonte Kaiser, wie wichtig Zusammenhalt besonders in schwierigen Situationen sei. Miteinander und gegenseitige Unterstützung seien für ihn wesentliche Voraussetzungen, um Krisen zu bewältigen.

Standing Ovations für Peter Kaiser beim Abschiedsempfang im Konzerthaus Klagenfurt. Foto: LPD Kärnten/Bauer

Musikalischer Rahmen

Für die musikalische Umrahmung unter anderen Silvia Igerc und Arthur Ottowitz aus der Gemeinde Bleiburg. Die Beiträge verliehen dem Abschied einen persönlichen und stimmungsvollen Rahmen. Auch die zweisprachige Gestaltung des Programms unterstrich jene Politik des Dialogs und Miteinanders, für die Kaiser über viele Jahre gestanden ist.

Mit dem Empfang im Konzerthaus ging damit nicht nur eine lange politische Amtszeit zu Ende, sondern auch ein Abschnitt Kärntner Landespolitik, der von Ausgleich, Dialog und einer ruhigen Hand geprägt war. Kaisers Abschied fiel deshalb nicht laut aus, sondern so, wie er es selbst formulierte: mit einem leisen Servus.