Kärnten – In Kärnten hat der Straßenverkehr im ersten Quartal 2026 zwei Todesopfer gefordert. Laut VCÖ kamen beide Menschen bei einem Geisterfahrerunfall im Februar auf der A10 Tauernautobahn ums Leben. Damit liegt Kärnten auf dem gleichen Niveau wie im ersten Quartal 2025, als ebenfalls zwei Verkehrstote verzeichnet wurden.
Vergleich zu den Vorjahren
Ein Blick auf die vergangenen Jahre zeigt, dass die Zahl der Verkehrstoten zu Jahresbeginn schwankte. Im ersten Quartal 2024 starben in Kärnten vier Menschen im Straßenverkehr, 2023 waren es fünf. Im Jahr 2022 lag die Zahl bei sechs. Im Bundesländervergleich verzeichnete Kärnten heuer gemeinsam mit Tirol nach Wien und dem Burgenland die drittniedrigste Zahl an tödlichen Verkehrsunfällen.
Weniger günstig entwickelte sich im Vorjahr das zweite Quartal: Von April bis Juni 2025 kamen in Kärnten sieben Menschen bei Verkehrsunfällen ums Leben.
VCÖ fordert zusätzliche Maßnahmen
Die Mobilitätsorganisation spricht sich für weitere Schritte zur Erhöhung der Verkehrssicherheit aus. Auf Bundesebene solle unter anderem Handy am Steuer endlich in das Vormerksystem aufgenommen werden.
„Wer mit dem Handy am Ohr telefoniert, reagiert ähnlich langsam wie ein Alkolenker mit 0,8 Promille“, so der VCÖ.
Im Vorjahr wurden österreichweit 112.317 Lenkerinnen und Lenker beim Telefonieren mit dem Handy am Steuer erwischt, in Kärnten waren es 7.264.
Tempo, Aufmerksamkeit und Öffis als Faktoren
Neben strengeren Regeln verweist der VCÖ auch auf das Verhalten im Straßenverkehr. Aufmerksamkeit, Rücksicht und der Verzicht auf riskante Überholmanöver könnten das Unfallrisiko deutlich senken. Auch überhöhte Geschwindigkeit bleibe ein zentrales Thema.
„Mehr Bahn- und Busverbindungen sind nicht nur eine wirksame Maßnahme, um der Bevölkerung bei steigenden Spritpreisen kostengünstige Mobilität zu ermöglichen, sondern auch um die Verkehrssicherheit zu erhöhen und die Zahl der schweren Unfälle zu verringern“, betont VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Österreichweites Ziel weiter außer Reichweite
Österreichweit kamen laut VCÖ im ersten Quartal 2026 insgesamt 64 Menschen im Straßenverkehr ums Leben – um eine Person mehr als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das langfristige Ziel, die Zahl der Verkehrstoten deutlich zu senken, wurde damit erneut verfehlt.