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Insolvenzverfahren über Seniorenresidenz Ornbau in Völkermarkt eröffnet

Die Seniorenresidenz Ornbau mit Sitz in der Stadtgemeinde Völkermarkt ist insolvent. Verbindlichkeiten von rund 3,5 Millionen Euro stehen im Raum. Ein Sanierungsplan soll nun die Fortführung sichern.

Von der Insolvenz sind rund 15 Gläubiger und keine Dienstnehmer betroffen. ©pixabay

Der Alpenländischer Kreditorenverband berichtet, dass über das Vermögen der Seniorenresidenz Ornbau GmbH ein Insolvenzverfahren am Landesgericht Klagenfurt eröffnet wurde. Es handelt sich dabei um ein Sanierungsverfahren ohne Eigenverwaltung.

Laut Antrag belaufen sich die Verbindlichkeiten auf rund 3,5 Millionen Euro, wobei etwa 15 Gläubiger betroffen sind. Dienstnehmer sind von der Insolvenz nicht betroffen. Die Schuldnerin beabsichtigt eine gerichtliche Sanierung und hat bereits einen Sanierungsplan mit einer Quote von 20 Prozent eingebracht.

Unternehmensprofil

Die Gesellschaft wurde im Jahr 2018 gegründet. Als Geschäftsführer fungiert DI Alexander Petritz, während die EWO-Bauträger GmbH sowie die RM Immobilieninvest GmbH jeweils zur Hälfte als Gesellschafter beteiligt sind. Laut Firmenbuch liegt der Fokus des Unternehmens auf der Errichtung und dem Betrieb eines Seniorenheims, tatsächlich umfasste die Tätigkeit jedoch auch den Handel mit Fenstern, Türen und Wintergärten.

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Ursachen der Insolvenz

Die Ursachen der Insolvenz liegen in einer anhaltend schwierigen wirtschaftlichen Entwicklung. Bereits in den Jahren 2023 und 2024 konnten keine operativen Umsätze mehr erzielt werden, was unter anderem auf einen deutlichen Auftragseinbruch im Baugewerbe zurückzuführen ist. Besonders schwer wog der vollständige Zahlungsausfall eines Projekts in Kroatien, wodurch eine erhebliche Liquiditätslücke entstand. Gleichzeitig kam es bei einem weiteren Projekt zur Errichtung eines Pflegeheims aufgrund fehlender behördlicher Genehmigungen zu massiven Verzögerungen, wodurch geplante Einnahmen ausblieben. Zusätzlich verschärfte sich die Lage durch die Insolvenz der Gesellschafterin EWO-Bauträger GmbH im Mai 2025, wodurch weitere finanzielle Belastungen entstanden.

Vermögenslage

Den Passiva von rund 3,5 Millionen Euro stehen laut Antrag Aktiva in Form von Forderungen in Höhe von etwa 150.000 Euro sowie Liegenschaftsvermögen mit einem geschätzten Wert von rund 2,8 Millionen Euro gegenüber. Die Schuldnerin setzt nun auf eine gerichtliche Sanierung, um den Fortbestand des Unternehmens zu sichern. Gläubiger können ihre Forderungen ab sofort über den AKV anmelden.