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MAHLE setzt auf Kärnten: Neue Produktionslinie stärkt Standort St. Michael

Der Automobilzulieferer MAHLE hat seinen aktuellen Geschäftsbericht vorgelegt. Trotz Umsatzrückgang bleibt der Standort in St. Michael ob Bleiburg ein zentraler Bestandteil der Konzernstrategie und soll weiter ausgebaut werden.

Symbolfoto Mahle Filtersysteme ©Varh

Der MAHLE-Konzern erwirtschaftete im vergangenen Geschäftsjahr einen Umsatz von 11,3 Milliarden Euro und verzeichnete damit einen Rückgang von mehr als drei Prozent. Gleichzeitig konnte das operative Ergebnis verbessert werden, der Jahresüberschuss lag bei 20 Millionen Euro.

Ausschlaggebend für den Umsatzrückgang waren vor allem negative Wechselkurseffekte sowie eine schwächere Nachfrage in den Kernmärkten Europa und Nordamerika. Zusätzlich wirkten sich Verkäufe von Unternehmensteilen auf die Bilanz aus.

Internationales Geschäft mit unterschiedlichen Entwicklungen

Während Europa und China im Berichtsjahr Rückgänge verzeichneten, entwickelten sich andere Regionen positiv. Nord- und Südamerika sowie Ostasien konnten zulegen, besonders stark wuchs der Markt in Indien mit einem Plus von über 20 Prozent. Trotz dieser Unterschiede gelang es Mahle, die Profitabilität in allen Regionen zu verbessern oder auf einem stabil hohen Niveau zu halten.

Druck auf europäische Standorte

Im Zuge der wirtschaftlichen Anpassungen hat MAHLE seit 2024 rund 900 Arbeitsplätze in Europa abgebaut. Konzernchef Arnd Franz betont jedoch, dass man weiterhin um jeden Standort kämpfen werde.

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Arnd Franz, Vorsitzender der MAHLE-Konzern Geschäftsführung und CEO ©MAHLE

Gleichzeitig fordert das Unternehmen bessere wirtschaftliche Rahmenbedingungen in Europa. Dazu zählen weniger Bürokratie, niedrigere Lohnnebenkosten sowie eine breitere und verlässlichere Energieversorgung. Auch Investitionen in Infrastruktur, Bildung und Digitalisierung werden als entscheidend angesehen.

Ein weiterer Fokus liegt auf Technologieoffenheit: Da rund die Hälfte der Werke weiterhin auf Komponenten für Verbrennungsmotoren ausgerichtet ist, spricht sich Mahle klar für deren weitere Berücksichtigung aus.

Kärntner Werk mit klarer Zukunftsperspektive

Der Standort in St. Michael ob Bleiburg mit rund 1.300 Beschäftigten bleibt ein zentrales Leitwerk im Bereich Thermomanagement und Filtersysteme. Gerade im Zuge der Elektrifizierung gewinnt dieser Bereich zunehmend an Bedeutung.

Konkret plant MAHLE eine neue Produktionslinie für Luftbefeuchter in Elektrofahrzeugen. Diese soll ab 2029 in Betrieb gehen und stellt einen wichtigen Investitionsschritt für den Standort dar. Damit wird St. Michael weiter gestärkt und bleibt langfristig ein bedeutender Teil des internationalen Produktionsnetzwerks von MAHLE.