Seit dem Ausbruch des Waldbrandes am Abend des 23. April in der Gemeinde Lesachtal steht die Region unter intensivem Feuerwehreinsatz. Begünstigt durch anhaltende Trockenheit breitete sich das Feuer rasch in dem schwer zugänglichen Waldgebiet aus und stellte Einsatzkräfte vor enorme Herausforderungen. Bislang standen zahlreiche Feuerwehren aus Kärnten und Osttirol gemeinsam mit mehreren Hubschraubern im Einsatz, um eine weitere Ausbreitung des Brandes zu verhindern.
Seit dem Wochenende konzentrieren sich die Kräfte zunehmend auf die Bekämpfung von tief sitzenden Glutnestern im Waldboden. Unterstützt von Feuerwehr Katastrophenzügen werden verborgene Brandherde lokalisiert und gelöscht.
F-KAT-Bereitschaft 5 rückt zur Unterstützung aus
Auch am heutigen 29. April bleibt die Lage angespannt. Aufgrund der weiterhin bestehenden Brandgefahr rückte die F-KAT-Bereitschaft 5 zur Unterstützung der örtlichen Einheiten ins Lesachtal aus.
Rund 50 Einsatzkräfte aus den Bezirken Völkermarkt und Wolfsberg machten sich im Konvoi auf den Weg in das Einsatzgebiet, um gemeinsam mit Feuerwehren aus Hermagor und Umgebung die Kräfte vor Ort zu verstärken.

Der Schwerpunkt des Einsatzes liegt derzeit auf der Bekämpfung von Glutnestern unter der Erdoberfläche, die trotz erster Löscherfolge weiterhin ein erhebliches Risiko für ein erneutes Aufflammen des Brandes darstellen. In mehreren Einsatzabschnitten arbeiten die Feuerwehrkräfte unter schwierigen Bedingungen daran, diese Brandherde nachhaltig zu löschen.

Spezialkräfte und Drohnen im Einsatz
Für zusätzliche Sicherheit im steilen Gelände sorgen Spezialkräfte für Menschenrettung und Absturzsicherung (MRAS), die die eingesetzten Gruppen absichern. Mit einer Drohne der Feuerwehr St. Michael ob Bleiburg konnten einzelne Glutnester aus der Luft lokalisiert und gezielt an die Bodenmannschaften weitergegeben werden.
Die Einsatzorganisationen setzen alles daran, die Lage dauerhaft unter Kontrolle zu bringen und ein Wiederaufflammen zu verhindern.