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Mythos Helmabnahme: Was bei Motorradunfällen wirklich gilt

Gewusst? Nach einem Motorradunfall kann die richtige Erste Hilfe entscheidend sein. Entgegen eines weit verbreiteten Mythos darf – und muss – ein Helm bei bewusstlosen Personen abgenommen werden. Warum das so ist, erklärt das Rote Kreuz Kärnten.

Die Motorradsaison hat begonnen: Erste Hilfe kann dabei den Unterschied machen ©OERK

Eine Helmabnahme nach einem Unfall kann Leben retten. Der Landeschefarzt des Roten Kreuzes Kärnten, Dr. Matthias Schwarz, stellt klar: „Ist eine Person bewusstlos, muss der Helm unbedingt abgenommen werden. Nur so können Atmung kontrolliert und die Atemwege gesichert werden.“

Landeschefarzt Dr. Matthias Schwarz ©Rotes Kreuz Kärnten

So wird der Helm richtig abgenommen

Die Helmabnahme sollte möglichst schonend erfolgen. Wichtig ist, den Kopf dabei zu stabilisieren, anschließend Visier und Verschluss zu öffnen und den Helm vorsichtig abzuziehen.

Viele Menschen zögern im Ernstfall aber aus Unsicherheit. Für Präsident Dr. Martin Pirz ist das ein zentrales Problem: „Die größte Hürde ist oft die Angst, etwas falsch zu machen. Dabei ist es entscheidend, überhaupt zu handeln.“

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Präsident Dr. Martin Pirz ©Rotes Kreuz Kärnten

Ist die verunfallte Person bei Bewusstsein, kann sie – wenn möglich – selbst aktiv beim Abnehmen des Helms mithelfen. Gerade zu Beginn der Motorradsaison erinnert das Rote Kreuz Kärnten daran, wie wichtig dieses Wissen ist, da Motorradfahrer im Straßenverkehr besonders gefährdet sind.

Das Rote Kreuz Kärnten appelliert an alle Verkehrsteilnehmer, vorausschauend und rücksichtsvoll unterwegs zu sein. „Erste Hilfe geht uns alle an – jederzeit und überall. Wer vorbereitet ist, kann im entscheidenden Moment Leben retten“, so Pirz.