Im Rahmen der gestrigen Pressekonferenz nach der Regierungssitzung präsentierte Wohnbau- und Sozialreferentin LHStv.in Gaby Schaunig die aktuellen Schwerpunkte der Kärntner Wohnbaupolitik. Im Mittelpunkt stehen ein klarer Fokus auf leistbaren gemeinnützigen Wohnbau, umfassende Sanierungsmaßnahmen, nachhaltige Flächennutzung und generationengerechte Wohnmodelle.
Allein im Zeitraum von 1. Januar bis zum heutigen 5. Mai 2026 wurden im gemeinnützigen mehrgeschossigen Wohnbau bereits 177 neue Wohneinheiten mit einer Gesamtfördersumme von rund 33,5 Millionen Euro zugesichert. Damit wird ein Bauvolumen von rund 41,7 Millionen Euro ausgelöst. „Die Kärntner Wohnbauförderung schafft mit langfristigen Darlehen, niedrigen Zinsen und einer Förderquote von rund 80 Prozent die Grundlage dafür, dass Kärnten weiterhin die niedrigsten gemeinnützigen Mieten Österreichs bietet“, so Schaunig.
Besondere Schwerpunkte auf innovative Wohnformen
In der Gemeinde St. Kanzian entsteht z.B. mit dem „Haus der Generationen“ ein zukunftsweisendes Projekt mit 16 Wohneinheiten, davon acht für betreubares Wohnen für ältere Personen und acht für Jungfamilien. Ergänzt wird das Konzept durch Gemeinschaftsräume, die generationenübergreifenden Austausch fördern. „Gerade dort, wo unterschiedliche Generationen zusammenleben, entstehen soziale Stärke, Zusammenhalt und Lebensqualität. Solche Projekte zeigen, wie moderne Wohnbaupolitik gesellschaftliche Verantwortung übernimmt“, erklärte Schaunig.
Auch in der Gemeinde Eberndorf wird mit einer neuen Seniorenwohnanlage am Kirchplatz gezielt in altersgerechtes Wohnen investiert.
Wohnhaussanierung in Kärnten
Kärnten behauptet darüber hinaus seine Spitzenposition bei der Wohnhaussanierung. Laut GLOBAL 2000 zählt Kärnten österreichweit zu den attraktivsten Bundesländern für thermische Sanierungen. Für 2026 stehen dafür 44,35 Millionen Euro bereit. Seit Jahresbeginn wurden bereits 458 Wohnungen im gemeinnützigen Bereich mit rund11 Millionen Euro Förderungen für umfassende Sanierungen abgesichert.
„Unser Zugang ist klar: Sanieren, wo es sinnvoll ist. Nachverdichten, wo es möglich ist. Neubauen, wo es notwendig ist. So verbinden wir soziale Verantwortung mit Nachhaltigkeit und verantwortungsvollem Umgang mit unseren Flächen.“
Wohnbau- und Sozialreferentin LHStv.in Gaby Schaunig