Zurück

Bürgermeister Bernard Sadovnik erhält Zivilcourage-Preis im Wiener Rathaus

Der Bezirk Völkermarkt steht heuer im Mittelpunkt einer österreichweiten Auszeichnung für Zivilcourage. Bernard Sadovnik, Bürgermeister von Globasnitz, erhält den Preis von SOS Mitmensch für seinen Einsatz für Dialog und Versöhnung. Die Menschenrechtsorganisation hebt dabei besonders seine Haltung nach dem Polizeieinsatz am Peršmanhof hervor.

Auszeichnung für Bernard Sadovnik: Einsatz für Volksgruppenrechte gewürdigt ©FB

Der Globasnitzer Bürgermeister Bernard Sadovnik wird mit dem diesjährigen Zivilcourage-Preis der Menschenrechtsorganisation SOS Mitmensch ausgezeichnet. Die Ehrung wird am 13. Mai im Wiener Rathaus verliehen. Neben Sadovnik wird auch die Regisseurin Olga Kosanović ausgezeichnet.

SOS Mitmensch würdigt mit dem Preis insbesondere Sadovniks jahrzehntelangen Einsatz für Dialog und Verständigung zwischen der slowenischen Volksgruppe und der Mehrheitsbevölkerung in Kärnten. Der Bürgermeister gilt als wichtige Stimme für Menschenrechte, Demokratie und ein respektvolles Zusammenleben.

Engagement auch nach Polizeieinsatz am Peršmanhof

Besonders hervorgehoben wird von der Organisation auch Sadovniks Haltung nach dem Polizeieinsatz beim antifaschistischen Jugendcamp an der Gedenkstätte Peršmanhof. Laut SOS Mitmensch habe er sich dabei um eine rasche und kritische Aufarbeitung bemüht.

„Sadovnik zeigt seit Jahrzehnten auch in aufgeheizten Zeiten unerschütterlich Haltung und Rückgrat bei seinem Engagement für ein gutes Zusammenleben der Menschen in Kärnten“, erklärt Gerlinde Affenzeller, Geschäftsführerin von SOS Mitmensch. Zudem finde er „klare Worte, wenn es um Menschenrechte, Demokratie und ein faires Miteinander geht“.

Werbung

Sadovnik ist zudem direkter Nachkomme jener Familie, die am Peršmanhof von der SS ermordet wurde. Seine Verbindung zur Geschichte der Kärntner Slowenen prägt auch sein öffentliches Engagement.

Preisverleihung im Wiener Rathaus

Die Zivilcourage-Preise von SOS Mitmensch sind heuer mit insgesamt 2.000 Euro dotiert. Die Preisreden halten Cornelia Kogoj von der „Initiative Minderheiten“ sowie die Journalistin und Autorin Solmaz Khorsand. Moderiert wird die Veranstaltung von Schauspielerin und SOS-Mitmensch-Vorsitzender Zeynep Buyraç.

Mit der Auszeichnung wolle man laut SOS Mitmensch ein Zeichen für Respekt, gleiche Rechte und gesellschaftliche Teilhabe setzen. Gerade in gesellschaftlich angespannten Zeiten brauche es Menschen, die sich für Demokratie und ein friedliches Zusammenleben einsetzen.