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50 Jahre Freundschaft: Griffen und Trasaghis halten Partnerschaft lebendig

Mit einer Delegation rund um Bürgermeister Josef Müller nahm Griffen an den Feierlichkeiten zum 50. Jahrestag des Friaul-Erdbebens teil. Die Verbindung zur italienischen Gemeinde Trasaghis reicht bis in die ersten Tage nach der Katastrophe zurück. Heute gilt die Partnerschaft als gelebtes Zeichen europäischer Nachbarschaft.

Partnerschaft über Grenzen hinweg: Griffen zu Gast in Trasaghis ©GDE Griffen

In den ersten Maitagen stand die Region Friaul ganz im Zeichen des Gedenkens an das verheerende Erdbeben von 1976. Zahlreiche Gemeinden erinnerten mit Feiern, Messen und Ausstellungen an die Katastrophe, die vor 50 Jahren große Teile der Region zerstörte. Auch die italienische Staatsspitze mit Präsident Sergio Mattarella und Ministerpräsidentin Giorgia Meloni nahm an den Gedenkveranstaltungen teil.

Hilfe unmittelbar nach der Katastrophe

Bereits einen Tag nach dem Erdbeben organisierten der damalige Griffner Bürgermeister Thomas Miklau sowie Albert und Dieter Samonigg gemeinsam mit Erwin Kauer eine erste Hilfsaktion. Mit dringend benötigten Gütern machten sie sich auf den Weg nach Friaul. Trotz schwieriger Straßenverhältnisse erreichten sie die Gemeinde Trasaghis nahe Gemona, die ihnen vom Österreichischen Roten Kreuz zugewiesen worden war. In den folgenden Wochen wurden weitere Hilfstransporte durchgeführt, unter anderem mit Bauholz. Transportiert wurden die Materialien mit dem Feuerwehr-Lkw, gefahren von Robi Hehn.

Unmittelbar nach dem Erdbeben nahmen zudem Griffner Familien Kinder aus Trasaghis auf, um ihnen nach den belastenden Erlebnissen eine Zeit der Erholung zu ermöglichen.

Aus Hilfe wurde Partnerschaft

Aus den ersten Kontakten entwickelte sich im Laufe der Jahre eine enge Freundschaft zwischen den beiden Gemeinden. Besonders die damaligen Bürgermeister Ivo del Negro und später Augusto Picco engagierten sich für den Ausbau der Beziehungen. Am 8. Dezember 1978 wurde schließlich im Gemeinderat von Trasaghis die offizielle Gemeindepartnerschaft gegründet.

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Zahlreiche Vereine pflegen den Austausch

In den vergangenen Jahrzehnten kam es immer wieder zu gemeinsamen Veranstaltungen und Besuchen. Beteiligt waren unter anderem der Gemischte Chor Griffen, die Trachtenkapelle Griffen, Traditionsverbände, Schulen, Feuerwehr und Sportvereine. Auch kirchliche Kontakte wurden gepflegt.

Tradition wird weitergeführt

Auch heute wird die Partnerschaft aktiv gelebt. Unter Bürgermeisterin Stefania Pisú und Bürgermeister Josef Müller finden regelmäßig gegenseitige Besuche statt. Unterstützt wird der Austausch seit vielen Jahren von Michael Kircher, der als Dolmetscher und Verbindungsmann tätig ist.

Die Marktgemeinde Griffen nahm Anfang Mai an den Gedenkfeiern zum Friaul-Erdbeben 1976 teil. Seit den ersten Hilfslieferungen unmittelbar nach der Katastrophe verbindet Griffen und Trasaghis eine enge Freundschaft. ©Gde Griffen

Am 5. und 6. Mai 2026 war eine Delegation aus Griffen, angeführt von Bürgermeister Josef Müller und begleitet vom Gemischten Chor Griffen, zu den Feierlichkeiten des 50-jährigen Gedenkens nach Trasaghis eingeladen.

Freundschaft soll Zukunft haben

Die Partnerschaft zwischen Griffen und Trasaghis gilt bis heute als besonderes Zeichen gelebter Nachbarschaft und gegenseitiger Unterstützung über Grenzen hinweg. Nun soll diese Tradition auch in den kommenden Jahrzehnten mit neuer Energie fortgeführt werden.