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Peter Handke auf Spurensuche in Griffen

Der Kärntner Schriftsteller und Literaturnobelpreisträger Peter Handke verbrachte mehrere Tage in seiner Heimatgemeinde Griffen. Dabei standen persönliche Erinnerungsorte, Begegnungen mit Wegbegleitern und stille Momente der Rückkehr im Mittelpunkt.

Peter Handke mit seinem langjährigen Wegbegleiter Valentin Hauser und Bürgermeister Josef Müller bei einem persönlichen Treffen in Griffen (von rechts). Foto: Snobe

Griffen – Für Peter Handke wurde der Aufenthalt in Griffen zu einer Reise in die eigene Vergangenheit. Gemeinsam mit Bürgermeister Josef Müller und dem Griffner Autor Valentin Hauser besuchte der Schriftsteller Orte, die ihn seit seiner Kindheit begleiten.

Ein besonderer Halt führte nach Altenmarkt. Dort erinnerte sich Handke an den Obstgarten seines im Zweiten Weltkrieg gefallenen Onkels Gregor Siutz. In dieser Gegend verbrachte er als Kind viel Zeit beim Hüten der Kühe – Erinnerungen, die während des Besuchs erneut lebendig wurden.

Auch der Griffner See spielte bei der Heimatreise eine zentrale Rolle. Dort sammelte Handke früher gemeinsam mit seinem Großvater Schilf und Grünpflanzen für das Vieh. Die Landschaft rund um den See zählt bis heute zu den prägenden Bildern seiner Jugend.

Besuch bei Familie und Freunden

Zum Programm gehörte ebenso ein Besuch am Friedhof des Stiftes Griffen, wo mehrere Angehörige der Familie Handke begraben sind. Der Schriftsteller nahm sich dabei bewusst Zeit für stille Momente des Gedenkens.

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Während seines Aufenthalts traf Handke zudem langjährige Bekannte aus der Region und zeigte Interesse an den aktuellen Entwicklungen in der Gemeinde. Auch ein Abstecher ins Pflegeheim nach Bleiburg stand auf dem Programm. Dort besuchte er seinen Freund Johann Dersula. Musikalisch begleitet wurde das Treffen von Arthur Ottowitz mit seiner Mundharmonika.

Gespräche bis in die Abendstunden

Die drei Tage in Griffen waren geprägt von persönlichen Gesprächen und zahlreichen Erinnerungen aus früheren Zeiten. In geselliger Runde erzählte Handke von Erlebnissen seiner Jugend und von Orten, die ihn bis heute mit Südkärnten verbinden.

Zum Abschied betonte der Literaturnobelpreisträger, dass er sich bereits auf ein Wiedersehen in seiner Heimatgemeinde freue.