Der Umbau der künftigen Primärversorgungseinheit, kurz PVE, am 10.-Oktober-Platz in Bleiburg schreitet planmäßig voran. Mit dem Start des Innenausbaus befindet sich das Projekt nun in der finalen Bauphase. Die Eröffnung des Gesundheitszentrums, das von der Diakonie de La Tour betrieben wird, ist für Oktober 2026 vorgesehen.
Bei einer „Bau-Visite“ am heutigen Mittwoch konnten sich zahlreiche Bleiburger, Vertreter lokaler Organisationen sowie Anrainer selbst ein Bild vom Fortschritt machen. Auf rund 500 Quadratmetern entstehen moderne Ordinations-, Therapie- und Behandlungsräume, ergänzt durch Labor- und Wartebereiche.
Lange Öffnungszeiten als großer Vorteil
Die künftige PVE soll von Montag bis Freitag jeweils von 7 bis 19 Uhr geöffnet sein. Gesundheitslandesrätin Beate Prettner: „Diese 60 Wochenstunden sind ein zentraler Mehrwert für die Bevölkerung. Gerade die Erreichbarkeit bis Freitagabend bedeutet deutlich mehr Versorgungssicherheit und nimmt Druck aus Spitalsambulanzen.“
Neben zwei Stellen für Allgemeinmedizin entstehen auch Arbeitsplätze für Pflegepersonal und Ordinationsassistenz. Ergänzt wird das Angebot durch Fachkräfte aus Physiotherapie, Ergotherapie, Diätologie, Sozialarbeit sowie klinischer Psychologie und Psychotherapie.
Fokus auf ganzheitliche Versorgung
Ein besonderes Zusatzangebot der neuen Einrichtung wird das sogenannte „Social Prescribing“ sein. Dabei werden Patienten zusätzlich zu medizinischen Leistungen gezielt an soziale Angebote wie Bewegungsgruppen, Beratungen oder Freizeitaktivitäten vermittelt. Unterstützt wird dieses Konzept durch sogenannte „Linkworker“.
Die Diakonie investiert rund zwei Millionen Euro in das Projekt. Weitere Förderungen kommen vom Kärntner Gesundheitsfonds sowie aus EU-Mitteln.
Wichtiger Schritt für die Region
Auch Bürgermeister Daniel Wrießnig sieht in der neuen PVE einen wichtigen Beitrag zur langfristigen Sicherung der medizinischen Versorgung: „Umso wichtiger ist die Umsetzung der PVE zur langfristigen Sicherung und Entlastung der Gesundheitsversorgung. Mit dem Primärversorgungszentrum wird nicht nur die medizinische Infrastruktur gestärkt, sondern es entstehen auch neue Arbeitsplätze und Chancen für die Region.“