Beim Kärntner Haushersteller Griffner kommt es zu einer bedeutenden Veränderung in der Eigentümer- und Führungsstruktur. Thomas Scheriau, langjähriger Geschäftsführer des Fertighausunternehmens ELK, übernimmt die Mehrheit am Unternehmen und wird zugleich neuer CEO. Der bisherige Eigentümer Georg Niedersüß bleibt weiterhin als Gesellschafter beteiligt und wird sich auch künftig als Geschäftsführer mit strategischem Schwerpunkt einbringen.
Fokus auf Weiterentwicklung des Unternehmens
Nach Angaben des Unternehmens soll die bestehende Ausrichtung von Griffner weiterentwickelt werden. Scheriau kündigte an, die Themen Architektur, Qualität und Kundenerlebnis stärker miteinander zu verbinden. Dabei gehe es nicht um Wachstum um jeden Preis, sondern um die Weiterentwicklung der vorhandenen Stärken.

„Wer heute baut, sollte sich nicht zwischen Architektur, Qualität und Effizienz entscheiden müssen“, so Scheriau. Viele bestehende Prozesse und Denkweisen in der Branche wolle man künftig hinterfragen und neu bewerten. Konkrete strategische Maßnahmen sowie Details zur zukünftigen Ausrichtung von Marke, Produkten und Kundenerlebnis sollen laut Unternehmen im Herbst 2026 vorgestellt werden.
Niedersüß bleibt an Bord
Für Georg Niedersüß stellt die Beteiligung Scheriaus einen wichtigen Schritt für die langfristige Entwicklung des Unternehmens dar. „Thomas Scheriau bringt die Erfahrung, die Energie und die unternehmerische Perspektive mit, um dieses Potenzial zu entfalten“, erklärt Niedersüß. Der bisherige Eigentümer bleibt dem Unternehmen als Gesellschafter erhalten und wird weiterhin an der strategischen Entwicklung mitwirken.
Standort Griffen bleibt erhalten
Von den Veränderungen unberührt bleibt der Unternehmensstandort in Griffen. Auch die rund 100 Mitarbeiter sollen weiterhin am Standort beschäftigt bleiben. Über die neue Eigentümer- und Führungsstruktur wurden die Beschäftigten bereits am 3. Juni im Rahmen einer Betriebsveranstaltung informiert.
Griffner zählt zu den bekannten Anbietern im österreichischen Holz- und Fertighausbau und blickt auf eine mehr als 70-jährige Unternehmensgeschichte zurück.