Die Vorbereitungsarbeiten für das Modernisierungsprojekt laufen laut APG bereits seit einiger Zeit. Dazu zählen u.a. die Einrichtung von Baulagern, die Herstellung von Zufahrtswegen, die Vorbereitung der Baufelder sowie die Vormontage umfangreicher Provisorien.
Der eigentliche Baubeginn erfolgt Mitte Juli 2026. Im ersten Bauabschnitt wird die Leitung zwischen dem Umspannwerk Schwabeck und Mast 38 erneuert. Die Arbeiten sollen bis November 2026 abgeschlossen werden. Neben neuen Masten und Fundamenten wird auch die Beseilung vollständig ersetzt. Zusätzlich erfolgt die Einschleifung in das Umspannwerk Bleiburg.
Zweiter Bauabschnitt ab 2027
Die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt beginnen im Dezember 2026. Die eigentlichen Bauarbeiten sind von April bis August 2027 vorgesehen. Dieser Abschnitt reicht von Mast 38 bis zum Umspannwerk Obersielach im Bezirk Völkermarkt. Während der Bauzeit kommen umfangreiche Provisorien zum Einsatz, um die Versorgungssicherheit in der Region jederzeit gewährleisten zu können.
APG: Wichtiger Baustein für die Energiewende
Die bestehende Leitung stammt teilweise noch aus den 1940er-Jahren und entspricht nicht mehr den zukünftigen Anforderungen des Energiesystems. Besonders im Lavanttal und in Südkärnten sind in den kommenden Jahren zahlreiche Projekte im Bereich erneuerbarer Energien geplant.

Die modernisierte Leitung soll künftig deutlich größere Strommengen aufnehmen und transportieren können und damit einen wichtigen Beitrag zur Integration von erneuerbarer Energie leisten.
APG-Projektleiter Patrick Rupp zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden: „Wir liegen genau im Zeitplan, und auch die Einrichtung und Vorbereitung unserer umfangreichen, komplexen Provisorien laufen nach Plan. Die Inbetriebnahme des ersten Provisoriums ist bereits für Juli 2026 geplant.“
Kapazität steigt um fast 300 Prozent
Mit der Generalerneuerung wird die Leistungsfähigkeit der Leitung deutlich erhöht. Derzeit können über jedes Leitungssystem maximal 640 Ampere transportiert werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Kapazität auf 2.500 Ampere pro System steigen.
Möglich wird dies durch die Umstellung von einem bisherigen Einfach-Seil auf ein modernes Zweier-Bündelsystem. Die Spannungsebene von 110 Kilovolt bleibt dabei unverändert. Auch die neuen Masten werden weitgehend an den bestehenden Standorten errichtet.