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APG modernisiert Jauntalleitung: Baustart im Juli 2026

Die Austrian Power Grid startet mit der Generalerneuerung der bestehenden 110-kV-Leitung zwischen dem Umspannwerk Schwabeck im Bezirk Wolfsberg und dem Umspannwerk Obersielach im Bezirk Völkermarkt. Mit einem Investitionsvolumen von rund 70 Millionen Euro soll die rund 19 Kilometer lange Leitung umfassend modernisiert und für die Anforderungen der Energiewende gerüstet werden.

Die Bauvorbereitung der Jauntalleitung starten ©APG

Die Vorbereitungsarbeiten für das Modernisierungsprojekt laufen laut APG bereits seit einiger Zeit. Dazu zählen u.a. die Einrichtung von Baulagern, die Herstellung von Zufahrtswegen, die Vorbereitung der Baufelder sowie die Vormontage umfangreicher Provisorien.

Der eigentliche Baubeginn erfolgt Mitte Juli 2026. Im ersten Bauabschnitt wird die Leitung zwischen dem Umspannwerk Schwabeck und Mast 38 erneuert. Die Arbeiten sollen bis November 2026 abgeschlossen werden. Neben neuen Masten und Fundamenten wird auch die Beseilung vollständig ersetzt. Zusätzlich erfolgt die Einschleifung in das Umspannwerk Bleiburg.

Zweiter Bauabschnitt ab 2027

Die Vorbereitungen für den zweiten Bauabschnitt beginnen im Dezember 2026. Die eigentlichen Bauarbeiten sind von April bis August 2027 vorgesehen. Dieser Abschnitt reicht von Mast 38 bis zum Umspannwerk Obersielach im Bezirk Völkermarkt. Während der Bauzeit kommen umfangreiche Provisorien zum Einsatz, um die Versorgungssicherheit in der Region jederzeit gewährleisten zu können.

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APG: Wichtiger Baustein für die Energiewende

Die bestehende Leitung stammt teilweise noch aus den 1940er-Jahren und entspricht nicht mehr den zukünftigen Anforderungen des Energiesystems. Besonders im Lavanttal und in Südkärnten sind in den kommenden Jahren zahlreiche Projekte im Bereich erneuerbarer Energien geplant.

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Die Kärntner Landesregierung hat das Projekt bereits im Frühjahr 2025 nach dem Kärntner Elektrizitätsgesetz genehmigt. Insgesamt umfasst die Generalerneuerung 76 Masten auf einer Streckenlänge von rund 19 Kilometern. Die Fertigstellung und Inbetriebnahme der modernisierten Jauntalleitung ist für das Jahr 2028 vorgesehen. ©APG

Die modernisierte Leitung soll künftig deutlich größere Strommengen aufnehmen und transportieren können und damit einen wichtigen Beitrag zur Integration von erneuerbarer Energie leisten.

APG-Projektleiter Patrick Rupp zeigt sich mit dem bisherigen Verlauf zufrieden: „Wir liegen genau im Zeitplan, und auch die Einrichtung und Vorbereitung unserer umfangreichen, komplexen Provisorien laufen nach Plan. Die Inbetriebnahme des ersten Provisoriums ist bereits für Juli 2026 geplant.“

Kapazität steigt um fast 300 Prozent

Mit der Generalerneuerung wird die Leistungsfähigkeit der Leitung deutlich erhöht. Derzeit können über jedes Leitungssystem maximal 640 Ampere transportiert werden. Nach Abschluss der Arbeiten wird die Kapazität auf 2.500 Ampere pro System steigen.

Möglich wird dies durch die Umstellung von einem bisherigen Einfach-Seil auf ein modernes Zweier-Bündelsystem. Die Spannungsebene von 110 Kilovolt bleibt dabei unverändert. Auch die neuen Masten werden weitgehend an den bestehenden Standorten errichtet.