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Immer mehr Kärntner Väter nutzen Papamonat und Karenz

Viele Kärntner Väter wollen in Karenz, doch Hürden stehen noch im Weg. Zu diesem Ergebnis kommt der aktuelle AK-Wiedereinstiegsmonitor der Arbeiterkammer, der von L&R Sozialforschung erstellt wurde.

AK-Studie: Kärntner Väter wünschen sich mehr Familienzeit ©magnific/varh

Am kommenden Sonntag steht der Vatertag im Mittelpunkt. Für viele Kärntner Väter ist dieser Ehrentag Anlass, mehr Zeit mit ihren Kindern zu verbringen. Laut dem aktuellen AK-Wiedereinstiegsmonitor, der von L&R Sozialforschung im Auftrag der Arbeiterkammer Kärnten erstellt wurde, interessieren sich immer mehr Männer für den Papamonat oder eine Elternkarenz. Dennoch zeigen die Ergebnisse, dass gesellschaftliche und wirtschaftliche Rahmenbedingungen viele Väter weiterhin davon abhalten, eine längere Auszeit für die Familie in Anspruch zu nehmen.

Reformen zeigen Wirkung

In den vergangenen Jahren wurden zahlreiche gesetzliche Verbesserungen umgesetzt. Väter können u.a. Sonderurlaub nach der Geburt, Pflegefreistellung, den Papamonat, Väterkarenz oder später auch Elternteilzeit nutzen. Diese Modelle sind jeweils mit einem besonderen Kündigungs- und Entlassungsschutz verbunden.

Besonders positiv habe sich die Erhöhung des Familienzeitbonus ausgewirkt. Während des einmonatigen Papamonats erhalten Väter aktuell rund 54,87 Euro pro Tag.

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Kärnten bei Väterkarenz weiterhin im Hinterfeld

Trotz des wachsenden Interesses liegt Kärnten bei der tatsächlichen Inanspruchnahme der Väterkarenz weiterhin nur im hinteren Drittel Österreichs. Wenn Väter in Karenz gehen, dann meist lediglich für die gesetzlich vorgesehene Mindestdauer von zwei Monaten.

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Ein wesentlicher Grund dafür sei die finanzielle Situation der Familien. Laut Michaela Eigner-Pichler, Leiterin des Referats Beruf, Familie und Gleichstellung in der AK Kärnten, spielt die Einkommensverteilung zwischen den Eltern eine entscheidende Rolle. Verdient die Mutter gleich viel oder mehr als ihr Partner, werde die Karenz deutlich häufiger zwischen beiden Elternteilen aufgeteilt.

Mehr Väterbeteiligung bringt Vorteile für die ganze Familie

Aus Sicht der Arbeiterkammer profitieren nicht nur die Väter selbst von einer stärkeren Einbindung in die Kinderbetreuung. Auch Mütter und Kinder würden davon langfristig profitieren.

Mehr Väterbeteiligung ermöglicht Männern eine aktivere Rolle in der Kinderbetreuung. Davon profitieren Familien insgesamt. Mütter können einfacher ins Berufsleben zurückkehren, womit sich die Einkommenslücke zwischen Männern und Frauen verringert.
AK-Präsident Günther Goach

Die Ergebnisse des Wiedereinstiegsmonitors zeigen damit deutlich: Das traditionelle Rollenbild befindet sich im Wandel. Damit sich noch mehr Kärntner Väter für eine längere Familienzeit entscheiden können, braucht es jedoch weiterhin politische und wirtschaftliche Rahmenbedingungen, die eine partnerschaftliche Aufteilung von Beruf und Familie erleichtern.