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Schutzprojekt in Globasnitz: Mehr Sicherheit für Ortskern und Zufahrtsstraße

Die Folgen des Bergrutsches am Simonberg im Jahr 2023 beschäftigen die Region weiterhin. Mit einem umfangreichen Schutzprojekt sollen künftig Siedlungsbereiche in Globasnitz besser vor Naturgefahren geschützt und die Zufahrt nach Slovenjach langfristig gesichert werden.

Nach Bergrutsch 2023: Schutzprojekt für Globasnitz beschlossen (Symbolfoto) ©magnific

Die Kärntner Landesregierung hat in der heutigen Sitzung den Landesbeitrag für Schutzmaßnahmen am Feuersbergerbach-Luschnikgraben in der Gemeinde Globasnitz beschlossen. Damit kann ein Projekt der Wildbach- und Lawinenverbauung umgesetzt werden, das die Sicherheit im Ortsgebiet erhöhen und wichtige Verkehrsverbindungen absichern soll.

Auslöser für das Vorhaben war ein Bergrutsch nach den Starkniederschlägen im August 2023 östlich des Simonbergs. Dabei gelangten rund 115.000 Kubikmeter Erd- und Gesteinsmaterial in den Luschnikgraben. Bei Hochwasser besteht die Gefahr, dass dieses Material weiter in den Feuersbergerbach und den Globasnitzbach transportiert wird. Dadurch könnte der Wasserabfluss im Siedlungsbereich beeinträchtigt werden.

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Geschieberückhalt soll Gefahr reduzieren

Kernstück des Projekts ist die Errichtung eines Geschieberückhalts am Ausgang des Luschnikgrabens. Dieser soll größere Mengen an Geröll und Gesteinsmaterial zurückhalten und damit den Unterlauf entlasten. Zusätzlich sind Anpassungen am Bachlauf vorgesehen. Dadurch sollen Ausbrüche des Gewässers verhindert und die Zufahrtsstraße nach Slovenjah besser geschützt werden.

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Wenn Naturereignisse Siedlungsräume und Zufahrten gefährden, dann betrifft das den Alltag der Menschen ganz unmittelbar. Mit 268.000 Euro investieren wir deshalb gezielt in den Schutz der Bevölkerung in Globasnitz. Das fachlich geprüfte und an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Schutzkonzept stärkt genau das, was vor Ort zählt: Sicherheit im Ortskern und eine verlässliche Zufahrt nach Slovenjach.
Landesrätin Marika Lagger-Pöllinger

Umsetzung bis 2028 geplant

Für die Umsetzung des Projekts sind Investitionen von insgesamt 1,34 Millionen Euro vorgesehen. Finanziert wird das Vorhaben gemeinsam von Bund, Land Kärnten und dem Schutzwasserverband Völkermarkt-Jaunfeld. Der Bund trägt mit 830.800 Euro den größten Anteil, während das Land Kärnten 308.200 Euro beisteuert. Die Umsetzung der Schutzmaßnahmen ist für den Zeitraum von 2026 bis 2028 vorgesehen.

Der Bergrutsch am Simonberg hat uns deutlich vor Augen geführt, wie sehr unsere Infrastruktur bei Naturgefahren in Mitleidenschaft gezogen wird. Mit der Umsetzung des Projekts sollen nicht nur Siedlungsräume besser geschützt, sondern auch wichtige Verkehrsverbindungen abgesichert werden. Slovenjach soll künftig zuverlässig erreichbar bleiben.
Straßenbaureferent LHStv. Martin Gruber