Ein Gleitschirmflug endete am Sonntag mit einem aufwendigen Rettungseinsatz. Zwei Gleitschirmpiloten waren zuvor im Bereich der Bergstation der Petzen gestartet. Rund 30 Minuten nach dem Abheben geriet einer der beiden Piloten in turbulente Luftströmungen. Dabei klappte sein Gleitschirm einseitig ein, verdrehte sich und war nicht mehr steuerbar. Der Pilot entschied sich daraufhin, den Notschirm auszulösen.
Die Landung endete in einem Waldstück im Bereich der Talstation, wo der Mann in einer rund 25 Meter hohen Fichte hängen blieb. Er befand sich schließlich in etwa 15 Metern Höhe in seinem Gurtzeug und konnte sich teilweise auf einem umgestürzten Baum abstützen.
Taubergung zu riskant
Sein Flugpartner setzte umgehend die Rettungskette in Gang. Als erste Einsatzkräfte traf die Alpinpolizei am Unfallort ein. Gemeinsam mit der Bergrettung Bad Eisenkappel und der Freiwilligen Feuerwehr Feistritz ob Bleiburg wurde die Bergung vorbereitet.

Der ebenfalls alarmierte Polizeihubschrauber „Libelle“ prüfte zunächst eine Taubergung aus der Luft. Nach einer Erkundung wurde diese jedoch als zu riskant eingestuft. Deshalb entschieden sich die Einsatzkräfte für eine Bergung vom Boden aus.
Der Gleitschirmpilot erlitt Verletzungen unbestimmten Grades und wurde zur weiteren medizinischen Abklärung ins Krankenhaus eingeliefert.