Landeshauptmann Daniel Fellner präsentierte das Hitzeschutzpaket für elementare Bildungseinrichtungen und Volksschulen heute Mittag gemeinsam mit Gemeindereferentin Marika Lagger-Pöllinger und Bildungsreferent Peter Reichmann.
Kärnten startet heuer gemeinsam mit mehreren Bundesländern am kommenden Freitag, dem11. Juli, in die Sommerferien. Für LH Fellner ist das angesichts der Hitzebelastung in den Klassenräumen nicht mehr zeitgemäß. Er verweist außerdem auf zahlreiche europäische Länder, in denen die Sommerferien bereits Mitte oder Ende Juni beginnen. Fellner fordert daher den Bund auf, bereits ab dem kommenden Jahr einen früheren Ferienbeginn zu ermöglichen. Kärnten würde sich dabei auch als Modellregion anbieten.
Vier Millionen Euro für Hitzeschutz
Neben der Diskussion um die Ferien setzt das Land auf konkrete Verbesserungen an den Bildungsstandorten. Insgesamt stehen rund vier Millionen Euro zur Verfügung. Gemeinden können Förderungen von bis zu 80 Prozent der Projektkosten erhalten.
Die Förderung richtet sich zunächst an Kindergärten, Kinderbetreuungseinrichtungen und Volksschulen, da jüngere Kinder besonders empfindlich auf hohe Temperaturen reagieren.
Maßnahmen für Innen- und Außenbereiche
Gefördert werden zahlreiche Maßnahmen, die kurzfristig für mehr Abkühlung sorgen können. Dazu zählen u.a.:
- Deckenventilatoren
- Rollos und Jalousien
- Hitzeschutzfolien für Fenster
- klimatisierte Ruhe- und Erholungsräume
- sogenannte Cooling Rooms
- Deckenkühlungen in Gängen und Fluren
Auch der Außenbereich soll hitzefitter werden. Förderfähig sind beispielsweise:
- schattenspendende Bäume und Sträucher
- Sonnensegel und Pergolen
- beschattete Freiluftklassen
- Trinkbrunnen
- Dachbegrünungen
- Entsiegelung und Begrünung versiegelter Flächen
Gemeindereferentin Marika Lagger-Pöllinger betont, dass jede Einrichtung jene Maßnahmen erhalten soll, die vor Ort am sinnvollsten sind. Langfristig bleibe zwar die thermische Sanierung von Gebäuden die beste Lösung, mit dem Förderprogramm sollen aber rasch wirksame Verbesserungen möglich werden.
So läuft die Förderung ab
Die Abteilungen 3 und 8 des Landes Kärnten wickeln das Förderprogramm gemeinsam ab. Gemeinden können sich fachlich von der Klimakoordination beraten lassen. In Regionen mit einem KLAR-Programm stehen zusätzlich die regionalen KLAR-Manager unterstützend zur Verfügung.
Die Förderanträge werden digital beim Land Kärnten eingereicht. Benötigt werden eine kurze Beschreibung der geplanten Maßnahme sowie eine Kostenschätzung. Die Auszahlung erfolgt nach Vorlage der entsprechenden Nachweise – entweder einmalig oder in mehreren Tranchen.
Das Förderprogramm läuft vom 1. Juli 2026 bis zum 31. Dezember 2027. Unterstützt werden ausschließlich Maßnahmen, deren Umsetzung nach dem 1. Juli 2026 begonnen wurden.
Mit dem neuen Förderpaket will das Land Kärnten sowohl kurzfristig für angenehmere Lernbedingungen sorgen als auch langfristig Bildungsstandorte besser an die Folgen des Klimawandels anpassen.