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„Die Wolscharträuber“ kehren zum 50-Jahr-Jubiläum nach Eberndorf zurück

Mit einer besonderen Hommage an ihre Anfänge feiern die Sommerspiele Eberndorf am Freitag, 17. Juli 2026, um 20.30 Uhr den Auftakt ihrer Jubiläumssaison. Exakt 50 Jahre nach der ersten Aufführung im Stiftshof steht Ludwig Skumautz‘ legendäres Volksstück „Die Wolscharträuber“ erneut auf dem Spielplan – diesmal als szenische Lesung.

Markus Druml verkörpert den Krapfenbäck-Simale in der Jubiläumsproduktion „Die Wolscharträuber“ der Sommerspiele Eberndorf. Foto: Lex Karelly

Eberndorf – Kaum ein anderes Werk ist so eng mit der Geschichte der Sommerspiele Eberndorf verbunden wie „Die Wolscharträuber“. Als Ludwig Skumautz das Volksstück Anfang der 1950er-Jahre schrieb, konnte wohl niemand ahnen, dass es Jahrzehnte später zum Sinnbild eines der bedeutendsten Freilichttheater Kärntens werden würde. 1976 eröffnete Skumautz als Intendant und Regisseur mit genau diesem Stück die ersten Sommerspiele im Stiftshof – nun kehrt es zum 50-jährigen Jubiläum an seinen Ursprungsort zurück.

Ein Kärntner Volksstück mit legendärer Figur

Im Mittelpunkt steht der sagenumwobene „Kärntner Robin Hood“ Simon Kramer, besser bekannt als Simale. Die Handlung verbindet historische Bezüge mit volkstheaterhaften Elementen: Nachdem der Bauernsohn Christof aus französischer Gefangenschaft heimkehrt, führt eine folgenschwere Verwechslung zu dramatischen Entwicklungen. Während Simale nicht nur auf Beute aus ist, sondern auch Agathle helfen möchte, zu ihrem rechtmäßigen Erbe zu gelangen, kündigt ein geheimnisvolles Messer drohendes Unheil an.

Die Mischung aus Heimatgeschichte, Humor, Spannung und Menschlichkeit machte das Stück über Jahrzehnte zu einem festen Bestandteil der Kärntner Theaterlandschaft.

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Erinnerung an den Gründer der Sommerspiele

Mit der Aufführung würdigen die Sommerspiele zugleich ihren Mitbegründer Ludwig Skumautz (1929–1987). Der aus Kärnten stammende Schauspieler, Dramaturg und Autor prägte die Entwicklung des Theaters in Eberndorf über viele Jahre entscheidend. Neben seiner Tätigkeit am Stadttheater Klagenfurt engagierte er sich intensiv für das Laienspiel und die Volksbildung. Als Intendant und Regisseur gestaltete er die Sommerspiele bis 1986 maßgeblich mit und hinterließ mit seinen Theaterstücken bleibende Spuren in der Kärntner Kulturszene.

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Szenische Lesung mit bekanntem Ensemble

Für die szenische Einrichtung zeichnet Florian Kutej verantwortlich. Die Bühne gestaltet Isabel Toccafondi, die Kostüme stammen von Trachten Strohmaier Klagenfurt, unterstützt von Lena Felberbauer in der Ausstattung. Das Lichtdesign übernimmt Helmut Stultschnig.

Auf der Bühne stehen Elias Dobnik, Markus Druml, Peter Grilliz, Julia Herzog, Guido Hitzenhammer, Marion Hollauf, Simone Jäger, Florian Kutej, Ulli Lackner und Helmut Lechthaler.

Theaterabend mit sozialem Anliegen

Die Premiere steht nicht nur im Zeichen des Jubiläums, sondern auch der Solidarität. Sämtliche Einnahmen der Vorstellung werden an das Team der Österreich Tafel Völkermarkt gespendet und kommen bedürftigen Menschen aus der Region zugute.