Kühnsdorf – Der Notruf erreichte die Polizei gegen 20 Uhr am vergangenden Freitag: Am Bahnhof Kühnsdorf seien zwei oder drei Personen auf das Dach eines Intercity-Zuges der ÖBB aufgestiegen, der in Richtung Graz unterwegs war. Beim Eintreffen der Polizei hatte sich der Zug jedoch bereits wieder in Bewegung gesetzt.
Zug in Nothaltestelle angehalten
Die ÖBB brachte den betreffenden Personenzug in die Nothaltestelle des Koralmbahntunnels und stoppte die Fahrt. Ein Sucheinsatz der Polizei im unmittelbaren Nahbereich führte zunächst zu keinem Ergebnis. Die Beamten konnten die mutmaßlichen Dachfahrer nicht ausfindig machen.
Zwei Jugendliche gefunden – dann Flucht
Bei darauf folgenden Erkundungsfahrten der ÖBB gelang es schließlich, zwei Personen zu entdecken und wieder in Richtung Kärnten mitzunehmen. Doch vor der geplanten Übergabe an die Polizei am Bahnhof St. Paul im Lavanttal ergriffen beide die Flucht. Unklar blieb, ob sich möglicherweise noch eine dritte Person im Koralmbahntunnel aufhielt.
Koralmbahntunnel für drei Stunden gesperrt
Da eine weitere Person nicht ausgeschlossen werden konnte, führte die ÖBB zusätzliche Erkundungsfahrten zwischen St. Paul im Lavanttal und Weststeiermark durch. Auch die Polizei suchte den Nahbereich des Bahnhofs St. Paul ab. Beide Einsätze verliefen ergebnislos. Der Koralmbahntunnel blieb von 19:20 Uhr bis 22:36 Uhr in beide Fahrtrichtungen gesperrt – eine Sperrung von mehr als drei Stunden.
Fahndung dauert an
Die Polizei führt derzeit weitere Ermittlungen zur Identität der geflüchteten Jugendlichen durch. Wer Hinweise zu dem Vorfall geben kann, wird gebeten, sich mit der Polizei in Verbindung zu setzen.