Völkermarkt – Am Donnerstag wurden der Polizei drei versuchte Betrugshandlungen gemeldet, bei denen sich bislang unbekannte Täter telefonisch als Polizisten aus Völkermarkt beziehungsweise Wolfsberg ausgaben. Die Anrufer behaupteten, die Tochter oder der Sohn der jeweiligen Opfer habe einen tödlichen Verkehrsunfall verursacht.
Hohe Kaution gefordert
Im weiteren Verlauf des Telefonats forderten die Betrüger die Zahlung einer Kaution in der Höhe von mehreren tausend Euro. Mit dieser Geldsumme sollte angeblich verhindert werden, dass die Angehörigen in Untersuchungshaft genommen werden.
In allen drei angezeigten Fällen ließen sich die Angerufenen jedoch nicht täuschen. Sie beendeten die Gespräche vorzeitig, wodurch es zu keiner Geldübergabe und somit zu keinem finanziellen Schaden kam.
Polizei warnt erneut vor Betrugsmasche
Die Polizei weist darauf hin, dass es sich bei dieser Vorgehensweise um eine bekannte Betrugsmasche handelt. Polizeibehörden verlangen niemals telefonisch die Übergabe von Bargeld oder Wertgegenständen, um Angehörige aus einer angeblichen Haft freizukaufen.
„Der sogenannte Enkel- oder Polizistentrick setzt gezielt auf Schock und Zeitdruck. Wer einen derartigen Anruf erhält, sollte das Gespräch sofort beenden und sich direkt bei der nächstgelegenen Polizeidienststelle oder über den Polizeinotruf vergewissern“, betont Rudolf Stief, Leiter des Kriminaldienstreferates beim Bezirkspolizeikommando Völkermarkt.