Ausgelöst wurde der Feuerwehreinsatz in Bleiburg durch stark erhöhte Chlorgaskonzentrationen, die von einem stationären Messsystem im Erdgeschoss einer technischen Anlage festgestellt wurden. Gemeinsam mit dem Betreiber erkundete die Einsatzleitung der Feuerwehr Bleiburg den betroffenen Technikraum im Kellergeschoss. Als erste Sicherungsmaßnahme wurde die Zufuhr der Chlorgasflaschen umgehend geschlossen und Spezialkräfte mit Chemikalienschutz nachalarmiert.
Chemieschutztrupps bestätigten Chlorgasaustritt
Sechs speziell ausgebildete Chemieschutzträger – jeweils drei von den Feuerwehren Völkermarkt und St. Michael ob Bleiburg – rückten in Chemikalienschutzanzügen der Schutzstufe 3 sowie mit umluftunabhängigem Atemschutz in den Keller vor. Mit einem Handmessgerät bestätigten sie die erhöhten Chlorgaskonzentrationen, die zuvor vom stationären Messsystem erfasst worden waren.

Im Anschluss wurden die Ventile der Chlordosierung geschlossen, um einen weiteren Gasaustritt zu verhindern. Gleichzeitig kamen leistungsstarke Druckbelüfter zum Einsatz, um den Technikraum kontrolliert zu belüften und die Konzentration des gefährlichen Gases schrittweise zu senken.
„Bereits zu Beginn des Einsatzes wurde im Außenbereich ein Hydroschild aufgebaut. Dieses diente dazu, eventuell austretendes Chlorgas mit einem Wassernebel niederzuschlagen und so eine Ausbreitung des Gefahrstoffes in die Umgebung zu verhindern“, schildert HBI Benjamin Hanschitz von der FF Völkermarkt den Einsatz.
Laufende Kontrollmessungen bis zur Entwarnung
Während der Belüftungsmaßnahmen wurden die beiden Chemieschutztrupps abwechselnd eingesetzt, um laufend Kontrollmessungen durchzuführen und den Erfolg der gesetzten Maßnahmen zu überwachen. Die Messwerte gingen kontinuierlich zurück, bis schließlich keine gefährlichen Chlorgaskonzentrationen mehr festgestellt werden konnten.
Gegen 02:30 Uhr konnte Entwarnung gegeben werden. Der Feuerwehreinsatz konnte erfolgreich beendet werdem und die Einsatzstelle an den Betreiber übergeben. Personen kamen nach bisherigen Informationen nicht zu Schaden.