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Sperrstunde am Klopeiner See sorgt weiter für Diskussionen

Die Sperrstunde am Klopeiner See sorgt weiter für Gesprächsstoff. Vor allem die Vorgabe, wonach Terrassen nur bis 23 Uhr geöffnet sein dürfen, stößt bei Gastronomen, Gästen und auch in der Gemeindepolitik auf Kritik.

Besucher beim Plaza Beach am Klopeiner See: Die aktuelle Sperrstunde um 23 Uhr sorgt für Diskussionen. Foto: Höberl, KI-optimiert

St. Kanzian am Klopeiner See – Sommerabende am See, Livemusik und gut besuchte Terrassen gehören für viele Gäste zum Urlaub am Klopeiner See dazu. Für Gastronomiebetriebe stellt die Sperrstunde im Außenbereich jedoch eine Herausforderung dar: Um 23 Uhr ist auf den Terrassen Schluss.

Plaza Beach macht Situation öffentlich

Michaela Höberl betreibt seit einigen Jahren das „Plaza Beach“ direkt an der Promenade des Klopeiner Sees. Aktuell macht sie über die Social-Media-Kanäle des Lokals auf die Situation aufmerksam.

Das Plaza Beach möchte seinen Gästen an den Wochenenden Livemusik, gute Stimmung und gemütliche Sommerabende bieten. Die Vorgaben rund um die Sperrstunde und den Aufenthalt im Außenbereich würden dies jedoch erschweren.

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Trotzdem versucht der Betrieb, das Beste aus der Situation zu machen. Bis 23 Uhr gibt es weiterhin Livemusik. Gleichzeitig wurden die Gäste dazu eingeladen, ihre Meinung zur aktuellen Situation zu äußern.

https://www.facebook.com/reel/1074962551644423

Bürgermeister Krainz: „Tourismus braucht Perspektiven und Lösungen“

Unter dem Beitrag meldete sich auch Bürgermeister Thomas Krainz zu Wort. Er könne den Unmut der Lokalbetreiber gut verstehen und betont, dass eine Tourismusregion auch davon lebe, dass am Abend etwas geboten werde.

Krainz verweist darauf, dass er sich bereits mehrfach für mehr Möglichkeiten für die Betriebe und eine Verlängerung der Sperrstunde eingesetzt habe. Die rechtlichen Rahmenbedingungen seien jedoch schwierig. Er wolle sich dennoch weiter gemeinsam mit den zuständigen Stellen um eine Lösung bemühen.

Seine Botschaft: „Tourismus braucht Perspektiven und Lösungen – keine politischen Schuldzuweisungen.“

Auch Gemeindevorstand Hobel fordert Veränderung

Gemeindevorstand Johannes Hobel sieht ebenfalls Handlungsbedarf. In einer Antwort auf die Diskussion schreibt er, ein „Weiter-wie-bisher“ werde den Tourismus nicht voranbringen. Er spricht sich für neue Impulse, mehr Entscheidungsfreude und „wieder mehr Leben am See“ aus.

Gastronom Horst Jenej warnt vor fehlendem Nachtleben

Auch Gastronom Horst Jenej bringt sich in die Debatte ein. Er verweist darauf, dass langjährige Stammgäste nicht dauerhaft bleiben würden und neue Gäste nachkommen müssten.

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Seiner Ansicht nach brauche es dafür auch ein entsprechendes Abend- und Nachtleben. Sein Appell: Gemeinsam müsse an der Zukunft des Tourismus gearbeitet werden.

Gäste sorgen sich um Attraktivität des Urlaubsortes

Auch zahlreiche Gäste äußern sich kritisch. Ein langjähriger Urlauber schreibt, dass gerade Promenade, Veranstaltungen und Livemusik für ihn zum Urlaub am Klopeiner See gehören. Wenn am Abend immer weniger geboten werde, könne dies langfristig negative Auswirkungen haben.

Ähnlich sieht es eine weitere Kommentatorin: Eine lebendige Tourismusregion brauche neben Ruhe auch Abendleben und Atmosphäre. Andere Stimmen befürchten, dass der Klopeiner See insbesondere für jüngere Gäste an Attraktivität verlieren könnte.

Mehrfach fällt in den Kommentaren die Sorge, dass ein Ende der Außengastronomie um 23 Uhr gerade in der kurzen Sommersaison zu früh sei.

Diskussion begleitet den Klopeiner See seit Jahrzehnten

Neu ist die Auseinandersetzung allerdings nicht. Die Frage, wie lange Gastronomiebetriebe am Klopeiner See geöffnet bleiben dürfen und wie sich die Interessen von Gastronomie, Tourismus, Gästen und Anrainern miteinander vereinbaren lassen, sorgt bereits seit vielen Jahrzehnten immer wieder für Diskussionen.

Gerade in den Sommermonaten treffen unterschiedliche Interessen aufeinander: Während Betriebe und viele Urlaubsgäste längere Sommerabende am See genießen möchten, stehen dem rechtliche Vorgaben und das Bedürfnis nach Nachtruhe gegenüber.

Auch weitere Gastronomen äußern Unmut

Auch Franky Wastl, der seit diesem Jahr das „Sunset“ am Klopeiner See betreibt, hat sich öffentlich zur aktuellen Debatte geäußert.

„Traurig. Wir können es alle nicht nachvollziehen und alles nur wegen einer Person“, schreibt Wastl auf Facebook.

Die aktuellen Reaktionen zeigen jedenfalls, dass die Diskussion um die Sperrstunde am Klopeiner See längst nicht nur einzelne Betriebe beschäftigt, sondern auch Gäste, Gastronomen und Vertreter der Gemeinde.