In Kärnten ist die Zahl der Schulwegunfälle im Vorjahr stark gestiegen. 48 Unfälle wurden 2025 registriert – um 17 mehr als im Jahr davor. Insgesamt wurden 54 Kinder verletzt, vier davon schwer.
Damit stieg die Zahl der Schulwegunfälle laut der Mobilitätsorganisation VCÖ um 66 Prozent. Einen tödlichen Unfall gab es glücklicherweise nicht.
Schulweg vor Schulbeginn üben
Besonders Schulanfänger und Kinder, die eine neue Schule besuchen, sollten ihren Schulweg bereits jetzt gemeinsam mit den Eltern üben. „Diese Erfahrung hilft ihnen bei all ihren Wegen, die sie in der Freizeit zurücklegen“, sagt VCÖ-Expertin Klara Maria Schenk.
Der sicherste Weg sei dabei nicht immer der kürzeste. Wichtig seien möglichst wenige Straßenüberquerungen, gute Gehwege und wenig Autoverkehr.
VCÖ fordert mehr Tempo 30
Auch Gemeinden und Städte seien gefordert. Der VCÖ fordert mehr Verkehrsberuhigung, sichere Straßenübergänge und häufiger Tempo 30 statt Tempo 50. Besonders vor Schulen könnten autofreie Bereiche oder sogenannte Schulstraßen für mehr Sicherheit sorgen. Dabei wird die Straße vor Schulbeginn für den Autoverkehr gesperrt – und das Verkehrschaos durch Elterntaxis reduziert.
Zahlen im Überblick
2025: 48 Schulwegunfälle, 54 verletzte Kinder
2024: 29 Schulwegunfälle, 31 verletzte Kinder
2023: 35 Schulwegunfälle, 38 verletzte Kinder
2022: 46 Schulwegunfälle, 48 verletzte Kinder
2021: 33 Schulwegunfälle, 34 verletzte Kinder