← Zurück

Land Kärnten schnürt Paket für Ehrenamtliche

Ehrenamt soll sich in Kärnten künftig noch mehr auszahlen. Geplant sind Vorteile, Rabatte und Bonuspunkte die freiwillig Tätige belohnen sollen.

Niko Regensburger (Rotes Kreuz), Bgm Günther Vallant, LH Daniel Fellner, Patrick Egger (Frewilligenzentrum Kärnten) Markus Salcher, Sarah Krapesch (ASKÖ) und Markus Bräuhaupt (Wasserrettung Kärnten) ©LPD Kärnten/Jannach

Um das Ehrenamt, freiwillig tätige Personen in den verschiedensten Bereichen, zu unterstützen, hat das Land Kärnten das Freiwilligenzentrum errichtet und dieses mit Leben gefüllt. In den letzten Monaten wurde ein Maßnahmenkatalog entwickelt, damit die Wertschätzung, die das Land ehrenamtlich Tätigen entgegenbringt, noch besser sichtbar und erlebbar wird, fasste LH Daniel Fellner bei der heutigen Pressekonferenz im Freiwilligenzentrum zusammen.

Gemeinsam mit Gemeindebundpräsident Günther Vallant (1. Obmann Stv. FWZ) und Patrick Egger vom Freiwilligenzentrum (FWZ) präsentierte Fellner die Maßnahmen.

Bonus bei Jobs und Vergaben

Es werde in den Vergaberichtlinien des Landes künftig verankert werden, dass Betriebe, die ihren ehrenamtlich tätige Mitarbeitern positiv gegenüberstehen, auch bei Vergaben durch die öffentliche Hand zum Zug kommen. Dafür werde man in den jeweiligen Zuständigkeiten den Spielraum ausnützen, den das Gesetz erlaubt.

Für Ehrenamtlichkeit solle es Bonuspunkte geben, beispielsweise, wenn sich freiwillig Tätige für einen Job im öffentlichen Dienst bewerben. Ehrenamt sollte laut Landeshauptmann Fellner ein wichtiger Parameter bei Jobzusagen werden. Auf Gemeindeebene wurde dieser Job-Bonus in Kärnten bereits umgesetzt.

Neue Ehrenamtkarte bringt Rabatte

Seit heute ist die Kärntner Ehrenamtkarte verfügbar. Aktuell beteiligen sich 26 Partner und bieten Rabatte bzw. weitere Vorteile. Die Zahl der teilnehmenden Betriebe soll laufend steigen. Die Anmeldung ist über fwz-ktn.at möglich. Nach der Registrierung erhalten Berechtigte ihre digitale Mitgliedskarte und Zugang zu den Benefits.

Ehrenamt könnte Zivildienst verkürzen

Sollte der Zivildienst künftig auf elf Monate verlängert werden, fordert das Land Kärnten eine Anrechnung bereits geleisteter ehrenamtlicher Tätigkeit. Dadurch könnte sich die Dauer des Zivildienstes entsprechend reduzieren.

Charta soll Ehrenamt stärken

Noch heuer soll außerdem eine Kärntner Ehrenamt-Charta vorgestellt und von den beteiligten Partnern unterzeichnet werden. Darin soll die gemeinsame Verantwortung zur Unterstützung und zum Schutz des Ehrenamts festgehalten werden.

In Österreich engagieren sich laut Land mehr als 48 Prozent der über 15-Jährigen freiwillig. Pro Woche werden dabei mehr als 20 Millionen Stunden ehrenamtlich geleistet.