Für manche Kinder ist der Schulalltag mit besonderen Herausforderungen verbunden. Sie brauchen etwa Unterstützung bei der Einnahme von Medikamenten, pflegerische Hilfe oder eine Begleitung während des Unterrichts. Damit diese Kinder trotzdem die Schule besuchen können, stellt das Land Kärnten zusätzliche finanzielle Mittel bereit. Bei der heutigen Regierungssitzung wurden dafür insgesamt rund 3,5 Millionen Euro beschlossen.
Hilfe im Schulalltag
Kinder und Jugendliche mit Erkrankungen oder Behinderungen können während des Schulbesuchs auf medizinische oder pflegerische Unterstützung angewiesen sein. Dazu gehört z.B. die Verabreichung von Medikamenten oder die Unterstützung bei pflegerischen Tätigkeiten.
Grundsätzlich müssen die Gemeinden für diese Betreuung sorgen. Wenn dafür Fachkräfte notwendig sind und dadurch zusätzliche Kosten entstehen, übernimmt das Land Kärnten den entsprechenden Differenzbetrag. Dafür stehen 750.000 Euro zur Verfügung.
Landeshauptmann Daniel Fellner betont, dass ein Kind nicht vom Schulbesuch ausgeschlossen werden dürfe, nur weil es aufgrund einer Beeinträchtigung zusätzliche Unterstützung benötigt. Alle Kinder sollen Zugang zu Bildung haben und ihren Schulalltag möglichst selbstbestimmt bewältigen können.
Deutlich mehr Assistenzen für Kinder mit Autismus
Besonders deutlich zeigt sich der steigende Unterstützungsbedarf bei Kindern und Jugendlichen mit Autismusdiagnosen. Im Schuljahr 2024/2025 unterstützte das Land auf diese Weise noch 107 Kinder und Jugendliche. Mittlerweile sind es 182.
Für die notwendigen Assistenten stellt das Land insgesamt 2,7 Millionen Euro bereit. Sie begleiten die Kinder im Unterricht und im Schulalltag und helfen ihnen dabei, am Schulbesuch teilnehmen zu können. Warum die Zahl so stark gestiegen ist, lässt sich laut Fellner teilweise mit einer verbesserten Diagnostik erklären. Gleichzeitig sei aber klar, dass das Thema an Bedeutung gewinnt.
„Wir lassen kein Kind zurück“
Landeshauptmann Daniel Fellner fasst die Maßnahmen unter einem gemeinsamen Ziel zusammen: Menschen sollen trotz schwieriger Voraussetzungen Unterstützung bekommen und ein möglichst eigenständiges und selbstbestimmtes Leben führen können.
Gerade bei Kindern mit erhöhtem Unterstützungsbedarf sei es entscheidend, dass eine Erkrankung oder Behinderung nicht zum Grund dafür wird, dass sie nicht am Schulalltag teilnehmen können. „Wir lassen kein Kind zurück“, so Fellner.