Eine Frau aus dem Bezirk Völkermarkt erstattete gestern, Donnerstag, Anzeige bei der Polizei, nachdem sie misstrauisch gegenüber einem Mann geworden war, mit dem sie seit rund drei Monaten über soziale Medien und eine Messenger-App in Kontakt stand.
Der Mann hatte sich gegenüber der Frau als Chirurg ausgegeben und angegeben, im Jemen zu arbeiten. Um nach Österreich kommen zu können, müsse er sich dort freikaufen. In weiterer Folge übte der Mann zunehmend Druck auf die Frau aus. Schließlich wurde die Übergabe von mehreren Tausend Euro vereinbart.
Polizei sollte Geldübergabe absichern
Die Frau blieb jedoch misstrauisch und wandte sich an die Polizei. Sie gab an, die Polizei für die vereinbarte Geldübergabe als Sicherheit zu benötigen. Das Geld sollte an einen Boten übergeben werden, mit dem bereits ein Treffpunkt vereinbart worden war. Als Übergabeort wurde ein Bahnhof im Bezirk Völkermarkt vereinbart. Dort konnten Polizeibeamte am gestrigen 10. September schließlich einen 31-jährigen Mann aus Wien festnehmen.
31-Jähriger zeigt sich geständig
Der Mann zeigte sich laut Auskunft der Polizei sofort geständig. Nach seinen Angaben soll er bereits seit zumindest zwei Jahren mehrere derartige Taten als Bote für eine Tätergruppe begangen haben.
Der 31-Jährige wurde in die Justizanstalt Klagenfurt eingeliefert. Die Erhebungen zu dem Fall sind noch nicht abgeschlossen.