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Hochwasser kennt keine Grenze: Neue Großraumpumpen für die Karawankenregion

Drei neue Großraumpumpen sollen Kärntens Feuerwehren künftig bei Hochwasser und Überflutungen unterstützen. Übergeben wurden die Geräte am Freitag in Lavamünd im Rahmen des EU-Projekts „KaraMon“. Auch die grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit Slowenien wird damit weiter ausgebaut.

Das Gesamtgewicht jeder Pumpe inklusive Anhänger beträgt rund 3,5 Tonnen. Die Kosten liegen bei rund 110.000 Euro pro Pumpe und werden von der EU, dem Land Kärnten, Slowenien und den Projektpartnern getragen.© LPD Kärnten/Bachhiesl

Wenn nach Starkregen Bäche über die Ufer treten oder ganze Gebiete unter Wasser stehen, zählt jede Minute. Kärntens Feuerwehren können dafür künftig auf drei neue Großraumpumpen zurückgreifen. Die Geräte wurden gestern, Freitag, in Lavamünd feierlich übergeben und gesegnet.

Jede Pumpe schafft 450 Kubikmeter Wasser pro Stunde. Inklusive Anhänger bringt sie rund 3,5 Tonnen auf die Waage. Kostenpunkt: rund 110.000 Euro pro Stück.

Hilfe über die Grenze hinweg

Angeschafft wurden die Pumpen im Rahmen des EU-Projekts „INTERREG SI-AT – Karawanken Monitoring (KaraMon)“. An dem Projekt beteiligen sich der Kärntner und der slowenische Landesfeuerwehrverband, der EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit) Geopark Karawanken, GeoSphere Austria sowie zahlreiche Gemeinden und Regionen aus Österreich und Slowenien.

Übergabe der Großraumpumpen an die Freiwilligen Feuerwehren am 11. September 2026 © LPD Kärnten/Bachhiesl

Landeshauptmann und Feuerwehrreferent Daniel Fellner betonte bei der Übergabe die Bedeutung der Zusammenarbeit: Naturkatastrophen würden vor Landes- und Staatsgrenzen nicht Halt machen – die gegenseitige Hilfe solle es ebenso wenig tun.

Auch Drohnen bereits im Einsatz

Das Projekt läuft derzeit in der zweiten von drei Phasen. Neben den Großraumpumpen wurden auch Einsatzdrohnen angeschafft und bereits an die Freiwilligen Feuerwehren St. Michael ob Bleiburg, Bad Eisenkappel und im slowenischen Ravne na Koroškem übergeben.

© LPD Kärnten/Bachhiesl

In der dritten Phase soll schließlich ein konkretes Modell mit gemeinsamen Einsatzplänen für den grenzüberschreitenden Katastrophenschutz entstehen. Insgesamt stehen für „KaraMon“ 1,94 Millionen Euro aus EU-Mitteln und Beiträgen der Projektpartner zur Verfügung.