Wenn nach Starkregen Bäche über die Ufer treten oder ganze Gebiete unter Wasser stehen, zählt jede Minute. Kärntens Feuerwehren können dafür künftig auf drei neue Großraumpumpen zurückgreifen. Die Geräte wurden gestern, Freitag, in Lavamünd feierlich übergeben und gesegnet.
Jede Pumpe schafft 450 Kubikmeter Wasser pro Stunde. Inklusive Anhänger bringt sie rund 3,5 Tonnen auf die Waage. Kostenpunkt: rund 110.000 Euro pro Stück.
Hilfe über die Grenze hinweg
Angeschafft wurden die Pumpen im Rahmen des EU-Projekts „INTERREG SI-AT – Karawanken Monitoring (KaraMon)“. An dem Projekt beteiligen sich der Kärntner und der slowenische Landesfeuerwehrverband, der EVTZ (Europäischer Verbund für territoriale Zusammenarbeit) Geopark Karawanken, GeoSphere Austria sowie zahlreiche Gemeinden und Regionen aus Österreich und Slowenien.

Landeshauptmann und Feuerwehrreferent Daniel Fellner betonte bei der Übergabe die Bedeutung der Zusammenarbeit: Naturkatastrophen würden vor Landes- und Staatsgrenzen nicht Halt machen – die gegenseitige Hilfe solle es ebenso wenig tun.
Auch Drohnen bereits im Einsatz
Das Projekt läuft derzeit in der zweiten von drei Phasen. Neben den Großraumpumpen wurden auch Einsatzdrohnen angeschafft und bereits an die Freiwilligen Feuerwehren St. Michael ob Bleiburg, Bad Eisenkappel und im slowenischen Ravne na Koroškem übergeben.

In der dritten Phase soll schließlich ein konkretes Modell mit gemeinsamen Einsatzplänen für den grenzüberschreitenden Katastrophenschutz entstehen. Insgesamt stehen für „KaraMon“ 1,94 Millionen Euro aus EU-Mitteln und Beiträgen der Projektpartner zur Verfügung.