Einmal jährlich organisiert das Abschnittsfeuerwehrkommando Völkermarkt/Wallersberg die gemeinsame Übung, um die Feuerwehren des Abschnitts im laufenden Ausbildungs- und Übungsbetrieb zu unterstützen. An verschiedenen Stationen wurden realitätsnahe und komplexe Einsatzszenarien gemeinsam mit dem Ausbilderteam abgearbeitet.
Unterstützt wurde die Durchführung außerdem von den Feuerwehren Tainach, Ruden und St. Peter am Wallersberg. Als Übungsbeobachter waren ABI Stefan Brodnig und HBI Patrick Achatz vor Ort. Als Gast nahm zudem BR Werner Opetnik an der Übung teil.
Vier Stationen mit unterschiedlichen Einsatzszenarien
Bei der ersten Station galt es, eine reglose Person im Bereich einer am Boden liegenden Stromleitung zu versorgen. Im Mittelpunkt standen dabei die Eigenkompetenz der Einsatzkräfte, notwendige Sofortmaßnahmen sowie der Eigenschutz.
Die zweite Station widmete sich dem Thema Selbstrettung von Atemschutzgeräteträgern. Dabei wurden unter anderem Grundregeln und Auslöser, die Kommunikation innerhalb des Atemschutztrupps sowie das taktische Vorgehen im Ernstfall behandelt.



Um lebensrettende Sofortmaßnahmen ging es bei Station drei. Die Teilnehmer mussten sich mit der Reanimation bei Atem- und Kreislaufstillstand auseinandersetzen und die entsprechenden Maßnahmen praktisch durchführen.
Bei der vierten Station wurde schließlich die Rettung einer eingeklemmten Person mittels Hebekissen trainiert. Dabei stand vor allem das sichere und taktisch richtige Vorgehen bei der technischen Menschenrettung im Mittelpunkt.
Fachwissen aus den eigenen Reihen
Für die Ausbildung setzte das Abschnittsfeuerwehrkommando auf Fachleute aus den eigenen Reihen. LM Herbert Sauerschnig, Feuerwehrmann und Mitarbeiter der Kärnten Netz, brachte sein Fachwissen zum Thema Strom ein. OBM Stefan Freitag, Abschnittsbeauftragter für Atem- und Körperschutz, war für die Station rund um die Selbstrettung von Atemschutzgeräteträgern verantwortlich.
OFM Phillip Pruntsch, Feuerwehrmann und First Responder, vermittelte die Inhalte zur Reanimation. BM Bernhard Blasi, Abschnittsbeauftragter für Geräte und Technik, betreute die Station zur technischen Menschenrettung mit Hebekissen.
Durch die Kombination aus theoretischen Grundlagen und praktischen Übungsszenarien soll die Ausbildung möglichst nah am tatsächlichen Einsatzgeschehen bleiben. Gerade diese Praxisnähe und die Qualität der Inhalte sorgen laut Abschnittsfeuerwehrkommando für großen Zuspruch zum jährlichen Stationsbetrieb.
Übungsziele für das kommende Jahr
Im Anschluss an die praktische Ausbildung fand eine kurze Nachbesprechung statt. Dabei wurden die erreichten Übungsziele reflektiert und auch die Wünsche und Anregungen der Mannschaft aufgenommen. Diese sollen in die Planung der Abschnittsübung des kommenden Jahres einfließen.
