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Inflation stieg auf 3,2 Prozent: Treibstoff und Heizöl treiben Preise nach oben

Die Teuerung in Österreich zieht wieder an. Vor allem an der Zapfsäule und beim Heizöl wird es deutlich teurer.

Die Inflation in Österreich ist im August auf 3,2 Prozent gestiegen. ©magnific/varh

Die Teuerung in Österreich hat im August wieder deutlich angezogen. Laut Statistik Austria lag die Inflationsrate bei 3,2 Prozent – nach 2,8 Prozent im Juli. Auch gegenüber dem Vormonat stieg das Preisniveau um 0,6 Prozent.

Treibstoffpreise schießen nach oben

Hauptverantwortlich für den Anstieg waren vor allem Treibstoffe und Heizöl. Die Preise für Treibstoffe lagen im August um 26,3 Prozent über dem Vorjahresniveau. Heizöl verteuerte sich sogar um 48,1 Prozent. Insgesamt trug der Bereich Verkehr mit 1,10 Prozentpunkten am stärksten zur Inflation bei.

Wohnen bleibt ein Preistreiber

Auch beim Wohnen müssen die Österreicher weiterhin tiefer in die Tasche greifen. Die Mieten stiegen im Jahresvergleich um 4,4 Prozent, die Preise für Gas sogar um 7,9 Prozent. Gleichzeitig wirkten die Strompreise weiterhin dämpfend: Sie lagen 10,7 Prozent unter dem Vorjahresniveau.

Und Lebensmittel?

Eine positive Entwicklung zeigt sich laut Statistik Austria bei den Lebensmitteln. Nahrungsmittel waren im August durchschnittlich um 0,3 Prozent günstiger als vor einem Jahr. Die seit Juli geltende Mehrwertsteuersenkung auf bestimmte Grundnahrungsmittel von 10 auf 4,9 Prozent wirkte dabei preisdämpfend.

Auch beim täglichen Einkauf zeigt sich ein leichter Rückgang. Das Preisniveau des sogenannten Mikrowarenkorbs – er bildet einen typischen täglichen Einkauf mit überwiegend Lebensmitteln, aber etwa auch Kaffee im Kaffeehaus oder Tageszeitungen ab – lag im August 0,6 Prozent unter dem Wert des Vorjahres.

Anders sieht es beim wöchentlichen Einkauf aus: Der Miniwarenkorb, der neben Lebensmitteln auch Dienstleistungen und Treibstoffe umfasst, war im Jahresvergleich um 4,9 Prozent teurer. Hier schlagen vor allem die deutlich gestiegenen Treibstoffpreise zu Buche.

Essen gehen und Freizeit wird teurer

Wer gerne essen geht, bekommt die Teuerung weiterhin deutlich zu spüren. Gastronomie- und Beherbergungsdienstleistungen verteuerten sich im August um 4,7 Prozent. Besonders die Gastronomie trug dazu bei: Die Preise für Gastronomiedienstleistungen stiegen ebenfalls um 4,7 Prozent.

Auch im Bereich Freizeit, Sport und Kultur nahm der Preisdruck zu. Hier lagen die Preise durchschnittlich 2,5 Prozent über dem Vorjahresniveau – deutlich mehr als noch im Juli mit 1,9 Prozent. Weiters wurden Pauschalreisen um 3,2 Prozent teurer. Auch Freizeitdienstleistungen kosteten mehr: Hier betrug der Preisanstieg 4,1 Prozent.

Damit zeigt sich ein gemischtes Bild: Während bestimmte Lebensmittel günstiger wurden, sorgen vor allem Energie, Mobilität, Gastronomie und Freizeit weiterhin für spürbare Belastungen im Haushaltsbudget.

Quelle: Statistik Austria