Es war ein Großeinsatz, der Feuerwehr, Bundesheer, Polizei sowie weitere Einsatzorganisationen über Wochen forderte. Ein schwerer Waldbrand im Lesachtal hielt die Einsatzkräfte im heurigen April und Mai insgesamt 24 Tage lang auf Trab.
Auf rund 110 Hektar kämpften die Einsatzkräfte gegen die Flammen. Unterstützung kam dabei nicht nur aus Kärnten. Auch Kräfte und Gerätschaften aus anderen Bundesländern wurden zur Brandbekämpfung herangezogen. Bis schließlich „Brand aus“ gegeben werden konnte, wurden insgesamt rund zehn Millionen Liter Wasser auf den Berg gebracht. Dabei halfen auch Landwirte aus der Region.
Hubschrauber spielten entscheidende Rolle
Eine wesentliche Rolle bei der Bekämpfung des Waldbrandes spielten die Hubschrauber des Innenministeriums und des Bundesheeres. Allein die Flugpolizei absolvierte im Zuge des Einsatzes rund 2.200 Löscheinsätze. Dabei wurden laut Flugbetriebsleiter Oberst Martin Otahal mehr als eine Million Liter Wasser transportiert.
„Oft waren bis zu sieben Hubschrauber in der Luft“, schilderte Flugbetriebsleiter Otahal bei seinem Besuch in der Flugeinsatzstelle Klagenfurt. Die Bedingungen seien teilweise schwierig gewesen. Starker Wind und die massive Rauchentwicklung stellten Personal und Maschinen vor große Herausforderungen. „Da ist gutes Teamwork wichtig“, betonte Otahal.
Auszeichnung für die Flugpolizei
Am heutigen Donnerstag besuchte Katastrophenschutzreferent LH Daniel Fellner die Flugeinsatzstelle Klagenfurt. Dort sprach er dem Team rund um FEST-Leiter Chefinspektor Josef Samonig seinen Dank aus. Als sichtbares Zeichen der Anerkennung zeichnete Fellner sämtliche Mitglieder der Flugpolizei mit dem Ansteckabzeichen „Lesachtal 2026“ aus.

„Danke, dass ihr 365 Tage im Jahr für uns da seid“, sagte Fellner. Gerade bei der Waldbrandbekämpfung im Lesachtal habe die Flugpolizei eine außergewöhnliche Leistung erbracht.
Der Landeshauptmann betonte, dass die Arbeit der Einsatzkräfte keineswegs als selbstverständlich angesehen werden dürfe. „Auch eure Arbeit, bei der ihr euch oft auch Gefahren aussetzt, ist keine Selbstverständlichkeit“, so Fellner. Gleichzeitig hob er die enge Zusammenarbeit zwischen Behörden und den verschiedenen Einsatzorganisationen hervor. Die professionelle Partnerschaft zwischen Bund, Land, Bezirk, Gemeinde und den Einsatzorganisationen sei „etwas ganz Besonderes“, erklärte Fellner.
Lob für Zusammenarbeit
FEST-Leiter Josef Samonig bedankte sich für die Wertschätzung des Landes Kärnten. „Es ist eine super Partnerschaft mit dem Land. Auch mit allen Einsatzorganisationen besteht Freundschaft und Kameradschaft auf Augenhöhe“, sagte Samonig.

©LPD Kärnten/Handler
Auch Ulrike Hutsteiner, die im Innenministerium für die Flugpolizei zuständige Abteilungsleiterin, zeigte sich erfreut über die Anerkennung: „Es ehrt uns, dass wir gesehen und geschätzt werden.“ Gleichzeitig verwies sie auf die besonderen Herausforderungen, die Einsätze bei Waldbränden für die Flugpolizei mit sich bringen.
Unterstützung aus der Bevölkerung
Neben den professionellen Einsatzorganisationen spielte auch die Bevölkerung eine wichtige Rolle. Die örtlichen Kräfte und Helfer wurden von der Bevölkerung unter anderem kulinarisch versorgt.
Nach 24 Tagen intensiver Brandbekämpfung konnte der Einsatz schließlich beendet werden. Zurück bleibt nicht nur die Erinnerung an einen außergewöhnlichen Großeinsatz, sondern auch an das Zusammenspiel zahlreicher Einsatzkräfte, Behörden und Helfer.