Von 7. bis 18. September absolvierte die 7. Jägerbrigade/Jagdkampf ihre Abschluss- und Zielüberprüfungsübung. Rund 1.500 Soldaten waren in Kärnten im Einsatz. Neben der Ausbildung ging es auch darum, neue Einsatzverfahren und technische Systeme unter möglichst realistischen Bedingungen zu erproben.
Insgesamt nahmen rund 1.500 Soldatinnen und Soldaten an der Übung teil. Zum Einsatz kamen etwa 250 Gefechtsfahrzeuge, zehn Drohnen, sieben Hubschrauber und sieben Boote. Erprobt wurde dabei unter anderem das Zusammenspiel von Bodentruppen, Luftfahrzeugen, Drohnen und elektronischer Kampfführung.
Für die im April 2026 eingerückten Grundwehrdiener der 7. Jägerbrigade war „Jagdkampf 26“ zugleich eine Zielüberprüfung und Abschlussübung ihrer Ausbildung. Eine besondere Herausforderung: Teile der Übung erstreckten sich über bis zu 120 Stunden, wobei die Soldaten ohne feste Unterkunft im Gelände durchhalten mussten.
Von Oberkärnten bis in den Bezirk Völkermarkt
Ausgangspunkt der Übung war u.a. der Truppenübungsplatz Marwiesen in Paternion. Von dort wurden die Kräfte in weiterer Folge in Richtung Unterkärnten verlegt. In der zweiten Übungswoche mussten die Soldaten im Gegenden des Bezirk Völkermarkt vorgegebene Aufträge erfüllen.

Nächtliche Einsätze in der Region
Besonders spektakulär waren die nächtlichen Jagdkampfeinsätze während der zweiten Übungswoche. Als Einsatzräume nennt das Bundesheer-Umfeld ausdrücklich Untermitterdorf, Rinkenberg und Bleiburg. Dabei wurden Aufklärungs- und Jagdkampfkräfte nahezu gleichzeitig mit Hubschraubern, Booten und Fahrzeugen in ihre Einsatzräume verbracht – unterstützt durch vorgestaffelte Drohnenaufklärung.

Damit fand die Übung teilweise unmittelbar im zivilen Umfeld statt. Im Vorfeld waren deshalb auch Absprachen mit Grundstückseigentümern, Anrainern, Behörden und Blaulichtorganisationen notwendig.
Drohnen und digitales Führungssystem getestet
Bei „Jagdkampf 26“ ging es allerdings nicht nur um klassische Gefechtsausbildung. Die 7. Jägerbrigade erprobte auch das Zusammenspiel von Drohnen, Hubschraubern und Bodentruppen. Zusätzlich wurde das digitale Führungsinformationssystem SitAware eingesetzt.

Für die im April eingerückten Grundwehrdiener war die Übung gleichzeitig eine wichtige Überprüfung ihres Ausbildungsstandes. Ein weiterer Schwerpunkt lag auf der Durchhaltefähigkeit: Die Soldaten mussten über längere Zeiträume und teilweise bis zu 120 Stunden im Einsatz bleiben.
Nach dem Ende der zwölftägigen Übung zog Brigadekommandant Brigadier Horst Hofer Bilanz. Trotz schwieriger Bedingungen habe man wichtige Erkenntnisse für die weitere Entwicklung der Brigade gewonnen. Sein Fazit: „Waren wir perfekt? Sicher nicht. Sind wir auf dem richtigen Weg? Ganz sicher!“

„Jagdkampf 26“ sei damit ein wichtiger Meilenstein in der Weiterentwicklung der 7. Jägerbrigade/Jagdkampf und ein Prüfstein für deren Leistungs- und Führungsfähigkeit gewesen. Brigadier Hofer’s persönliches Resümee fiel deutlich aus: „Ich würde mit jeder und jeden von Ihnen sofort in den Einsatz gehen.“