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Weltalzheimertag: Erinnerungen wurden in Bad Eisenkappel und Bleiburg lebendig

Im Caritas-Pflegewohnhaus Gregorhof in Bad Eisenkappel wurde beim Erinnerungscafé in vergangenen Zeiten geschwelgt, im Haus Maria in Bleiburg wurden mit Heu und Kräutern duftende Erinnerungen geweckt. Zum Weltalzheimertag am 21. September standen in beiden Häusern Begegnung, Sinneseindrücke und gemeinsame Erinnerungen im Mittelpunkt.

Ein Vormittag voller dufter Erinnerungen in Bleiburg ©Caritas Kärnten

Manchmal reicht ein kleiner Impuls, um längst vergangene Erlebnisse wieder lebendig werden zu lassen. Genau darum ging es am Weltalzheimertag in den beiden Caritas-Pflegewohnhäusern in Bad Eisenkappel und Bleiburg. Unter dem Motto „Erinnern beugt Vergessen vor“ wurde mit unterschiedlichen Aktivitäten gezeigt, wie Erinnerungsarbeit bei Menschen mit Demenz gestaltet werden kann.

Kaffee, Kuchen und Geschichten aus früher

Im Gregorhof in Bad Eisenkappel wurde dafür ein Erinnerungscafé eingerichtet. Bei Kaffee und Blechkuchen kamen Bewohner und Gäste miteinander ins Gespräch. Nostalgische Gegenstände wie Kaffeemühlen oder Ratschen weckten Erinnerungen an frühere Zeiten und luden dazu ein, vertraute Handgriffe wieder auszuprobieren. Auch Musik durfte nicht fehlen. Alte, bekannte Lieder wurden gemeinsam gesungen oder angehört. Gerade solche vertrauten Melodien können bei Menschen mit Demenz Erinnerungen und Gefühle an frühere Lebensabschnitte ansprechen.

Sichtlich Spaß hatten Fachsozialbetreuerin Martina Babou und Bewohnerin Frau Jop. ©Caritas Kärnten

„Mit kreativen Angeboten wie dem Erinnerungscafé schaffen wir nicht nur schöne Momente, sondern fördern neben der Sinneswahrnehmung auch das Miteinander“, sagt Fachsozialbetreuerin Martina Babou. Der Weltalzheimertag sei auch eine Gelegenheit, daran zu erinnern, wie wichtig ein wertschätzender und aufmerksamer Umgang mit Menschen mit Demenz ist.

Heu und Kräuter wecken Erinnerungen

In Bleiburg im „Haus Maria“ ging es ebenfalls um die Sinne. Dort stand allerdings der Geruchssinn im Mittelpunkt. Beim Workshop „Heu und Kräuter – duftende Erinnerungen“ stellten Bewohner und Besucher gemeinsam Duftherzen her. Unter Anleitung von Fachsozialbetreuerin Manuela Lamprecht wurde mit verschiedenen Naturmaterialien gearbeitet. Die Düfte von Heu und Kräutern boten dabei Anknüpfungspunkte an frühere Erlebnisse und regten gleichzeitig die Sinne an. Nebenbei blieb viel Raum für Gespräche, gemeinsames Arbeiten und eine gesellige Zeit.

„Die Arbeit mit Naturmaterialien schenkt nicht nur Freude, sondern aktiviert und schärft die Sinnesorgane und schafft bleibende Eindrücke bei unseren Bewohnern“, erklärt Lamprecht.

Gemeinsam Erinnerungen schaffen

So unterschiedlich die beiden Aktivitäten auch waren, eines verband sie: Es ging nicht allein darum, sich an Vergangenes zu erinnern. Im gemeinsamen Tun entstanden auch neue Erlebnisse. Der Weltalzheimertag bot in den beiden Caritas-Pflegewohnhäusern damit vor allem Zeit für Begegnung, Austausch und viele kleine Momente, die in Erinnerung bleiben.