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Verfehlte Budgetpolitik

Kritik zu den Einsparungen des Bundes in der überbetrieblichen Lehrausbildung kommt heute, 20. August, von Landeshauptmann Peter Kaiser und Arbeitsmarkt- und Lehrlingsreferentin LHStv.in Gaby Schaunig. Nach Plan der Bundesregierung soll künftig volljährigen Lehrlingen in überbetrieblichen Lehrausbildungen ihre Ausbildungsentschädigung im ersten und zweiten Lehrjahr von 753 auf 325 Euro monatlich gekürzt werden.

Damit würden die Lehrlinge über die Hälfte ihres ohnehin schon bescheidenen Einkommens verlieren. In Kärnten sind 150 junge Erwachsene zwischen 18 und 25 Jahren von den Budgetkürzungen des Bundes direkt betroffen. Die Einsparungen liegen bei 769.000 Euro.

Eine verantwortungsbewusste Politik sorgt dafür, dass junge Menschen alle Möglichkeiten bekommen, um sich beruflich zu verwirklichen. Mit der Kürzung der Ausbildungsentschädigung für volljährige Lehrlinge in überbetrieblichen Lehrwerkstätten geht die Bundesregierung genau den umgekehrten, den falschen Weg: Sie nimmt jungen Menschen ihre Perspektive, verstärkt den Fachkräftemangel und schadet damit der heimischen Wirtschaft„, zeigt sich Landeshauptmann Kaiser verständnislos. 

Das ist eine völlig unverständliche Maßnahme der Bundesregierung – Fachkräfte werden dringend gesucht und genau in diesem Bereich wird gekürzt„, so LHStv.in Schaunig. Die Folgen dieser Politik seien leicht zu prognostizieren: Ausstieg aus der Ausbildung, keine abgeschlossene Lehre, langfristig kaum Chancen am Arbeitsmarkt.

Die höhere Lehrlingsentschädigung sei ursprünglich eingeführt worden, um auch volljährigen Schulabbrechern eine Chance für eine Berufsausbildung zu bieten und ihr höheren Lebenskosten abzudecken. Sie stelle einen wichtigen Anreiz dar, um junge Menschen, die nach dem Pflichtschulabschluss aus verschiedenen Gründen keinen weiteren Ausbildungsweg einschlagen wollten oder konnten, doch noch zu einer Berufsausbildung zu motivieren.


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Geschrieben am: 20.08.2018 19:34 Uhr

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