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Gallizien

Das VK24-Interview: Sie zeigt 26 Tonnen wo’s langgeht

Katja Tscherteu sieht sich selbst als perfektionistisch, verlässlich und lebensfrohen Menschen. ©Tscherteu

„Das ist reine Männersache!“ – bei diesem Satz verdrehen viele Frauen stilvoll ihre Augen. Ist diese Aussage in der heutigen Zeit überhaupt noch vertretbar? Katja Tscherteu aus Gallizien ist das beste Beispiel für die „moderne Frau von heute“. Als engagierte Mitarbeiterin in einer Männerdomäne zeigt sie, dass Frauen den Männern in nichts nachstehen.

Katja Tscherteu hat bereits in den Kinderschuhen mit großen, schweren Geräten Bekanntschaft gemacht. Ihr Vater gründete 1989 das Unternehmen Tscherteu BAU und Katja wusste bereits als kleines Mädchen, dass sie irgendwann in seine Fußstapfen treten würde. Nach dem Abschluss der Praxis-HAK in Völkermarkt begann sie ihre Arbeit dort wo ihr Herz schlägt.

Selbst als Kind bin ich oft mit meinem Vater im LKW unterwegs gewesen. Das sind Erinnerungen, welche mir jetzt immer noch Freude bereiten. Nun bin ich nicht mehr das kleine Mädchen welches daneben sitzt, sondern selbst das Steuer übernimmt.

Katja Tscherteu im VK24-Interview

26 Tonnen in zarten Frauenhänden

Seit Juli 2020 ist die 19-Jährige fest im Familienunternehmen angestellt und die Allrounderin im Tscherteu BAU-Team. Sie ist sowohl gemeinsam mit ihrer Mutter im Büro zu finden, als auch auf der Baustelle. In ihrem MAN, der vollbeladen satte 26 Tonnen auf die Waage bringen kann, ist Katja als zarte Persönlichkeit vergleichsweise gewichtslos. Dennoch hat sie die 440 Pferdestärken absolut unter Kontrolle.

Katja kennt recht viele Frauen die beruflich LKW fahren ©Tscherteu

VK24: Denkst du, dass LKW fahren eine reine Männersache ist?
Katja Tscherteu: “Nein das denke ich ganz und gar nicht. Heutzutage gibt es selten etwas was nur „Männersache“ oder „Frauensache“ ist. Meiner Meinung nach finde ich es wichtig, wenn jeder das, macht was ihm eine Freude bereitet. Früher war es eher ungewohnt eine Frau am LKW-Steuer zu sehen, nun wird es meines Erachtens nach akzeptiertert. Ich persönlich habe die Erfahrung gemacht das ich hauptsächlich positive Kommentare bekommen habe wie beispielsweise: „Finde ich echt cool, dass du LKW fährst“ oder auch „So ein Püppchen fährt LKW – Wahnsinn – Hut ab.“ Solche Kommentare machen mir wirklich Freude. Klar gibt es auch blöde und abwertende Kommentare, aber in welchen Beruf gibt es solche nicht? Ich persönlich mache mir über blöde Kommentare keine Gedanken.“

Das Thema „reine Männersache“ hätte man somit erstmal geklärt, denn Katja beweist mit ihrer Arbeit das Gegenteil ©Tscherteu

Auf ATV gibt’s die bekannte Sendung „Trucker Babes Austria“. Wär das was für dich?
„Ich persönlich schaue diese Sendung wirklich gerne. Es ist bewundernswert wie diese Powerfrauen unterwegs sind. Genau durch solch eine Sendung wird gezeigt, dass auch Frauen LKW fahren können. Ich selbst kann es mir nicht vorstellen in dieser Sendung mitzumachen, da ich nicht nur meinen LKW lenke, sondern zusätzlich das Handwerk ausübe.“

Katjas Wunsch wäre es, mehr junge Frauen in die Baubranche zu bringen, da es, wie sie sagt, ein sehr abwechslungsreicher und spannender Beruf ist. „Darüber hinaus lernt man Dinge fürs Leben“, erklärt sie abschließend,


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