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Archivfoto 2019 ©Daniel Gollner/caritas

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Eisige Temperaturen sind extrem belastend für obdachlose Menschen

Die klirrende Kälte ist eine extreme Belastung für obdachlose Menschen. Damit auch im Corona-Winter niemand auf Kärntens Straßen erfrieren muss, gibt es das Caritas-Kältetelefon unter der Nummer 0463 39 60 60. Ein Anruf genügt, und eine Hilfskette wird in Gang gesetzt. Die Caritas Kärnten bittet für ihre Wohnungslosenhilfe dringend um Geldspenden.

„Bleiben Sie Zuhause!“, lautet der Auftrag in Corona-Zeiten. Wie sollen aber Menschen zu Hause bleiben, die gar kein Zuhause haben, ja, deren Zuhause die Parkbank ist? Trotz eisiger Temperaturen schlafen derzeit Menschen in Kärnten im Freien. „Minusgrade und Schnee machen das Leben auf der Straße jetzt besonders hart und fordernd. Die derzeitige Situation ist eine extreme Belastung für obdachlose Menschen. Erschwerend kommt hinzu, dass es ihnen wegen des Lockdowns auch untertags oft an sonst zugänglichen warmen Aufenthaltsorten fehlt“, weiß Katrin Starc als Fachbereichsleiterin für die Wohnungslosenhilfe bei der Caritas Kärnten.

Um Betroffenen helfen zu können, ist sieben Tage die Woche von 18 Uhr abends bis sechs Uhr früh die Leitung des Kältetelefons unter der Nummer 0463 39 60 60 offen. Wenn jemand untertags bei Eiseskälte das Schlaflager eines akut obdachlosen Menschen entdeckt und nicht weiß, was er/sie tun soll, hilft die Caritas-Wohnungslosentagesstätte „Eggerheim“ unter 0463 55 560 37 weiter.

So wird Kälteopfern geholfen

Starc appelliert an die Bevölkerung, genau hinzusehen und anzurufen, denn: „Wir wollen, dass niemand auf Kärntens Straßen erfriert. Ein Anruf kann Leben retten! Bei medizinischen Notfällen ist die Nummer der Rettung 144 zu wählen.“  Dass im heurigen Winter im Vergleich zum vergangenen Jahr bis jetzt weniger Anrufe eingegangen sind, begründet Starc mit der Corona-bedingten Ausgangssperre. Jetzt würden sich vor allem Lieferservices, Polizei und Krankenhäuser am Caritas-Kältetelefon melden. Geht ein Anruf ein, dann wird allen Hinweisen nachgegangen. Es gibt telefonisch Anleitung zur konkreten Hilfe. Und die Caritas organisiert eine warme Notschlafstelle in Klagenfurt und mit der Pfarre Spittal in Spittal an der Drau.

Mehr als nur ein warmer Zufluchtsort

Elf MitarbeiterInnen unterstützen wohnungs- und obdachlose Menschen das ganze Jahr. – Tagsüber in der Tagesstätte „Eggerheim“. Hier bekommen sie warme Mahlzeiten, Kleidung, Hygieneartikel und winterfeste Schlafsäcke. Hier können sie duschen, ihre Wäsche waschen und soziale Kontakte pflegen. Sozialarbeiterinnen beraten die Besucher*innen in ihrer jeweiligen Notlage, verwalten ihre finanziellen Mittel und helfen ihnen bei der Wohnungssuche. Nachts finden akut obdachlose Männer und Frauen einen vorübergehenden Schlafplatz in der Notschlafstelle in der Bahnstraße in Klagenfurt, die die Caritas seit 1. November 2020 im Auftrag der Stadt Klagenfurt betreut.

Starc: „Danke für große Unterstützung“

Das umfangreiche Angebot in der Wohnungslosenhilfe ist zum Großteil aus Spenden finanziert. Um diese Hilfe aufrechterhalten zu können, benötigt die Caritas mehr denn je Unterstützung. Starc dankt den SpenderInnen für die bisherige Hilfe und bittet sie, dranzubleiben, weil: „Der Spendenbedarf ist gerade jetzt enorm, nicht zuletzt, weil wegen Corona eine Vielzahl von Kochgruppen, Spendenaktionen und Benefizveranstaltungen für obdachlose Menschen ausgefallen sind. Schenken Sie Wärme für obdachlose Menschen! Mit Ihren Spenden kann die Caritas ihnen Hilfe beim Weg aus der Obdachlosigkeit anbieten.“
Hier geht’s zum Spenden.

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