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Eberndorf

50 Jahre Ramsar-Abkommen: Sablatnigmoor als ältestes Schutzgebiet Kärntens

Die Schönheit des Sablatnigmoors ©Thomas Schneditz

Diese Woche, genauer gesagt am 2. Februar vor genau 50 Jahren, wurde in der iranischen Stadt Ramsar das weltweit einzige internationale Abkommen zum Schutz von Feuchtgebieten beschlossen. In Kärnten befinden sich aktuell fünf ausgewiesene Ramsar-Schutzgebiete. Darunter das Sablatnigmoor im Gemeindegebiet von Eberndorf.

Zu den fünf Ramsar-Schutzgebieten zählen das Sablatnigmoor, das Autertal/St. Lorenzener Hochmoor, das Hörfeld Moor, die Moor- und Seenlandschaft Schiefling-Keutschach und die Obere Drau. Sie sind geprägt von einer besonderen Artenvielfalt und Biodiversität. „Sie bilden einzigartige Lebensräume und sind wichtige Wasser- und CO2-Speicher. Im Rahmen einer sinnvollen Bewirtschaftung tun wir alles, um diese Naturparadiese zu erhalten“, so Naturschutzreferentin LR.in Sara Schaar in ihrem Statement.

Klaus Krainer, Vertreter des Landes Kärnten im Ramsar-Komitee: „Ramsar steht sowohl für den Schutz der Feuchtgebiete als auch für eine wohlausgewogene Nutzung. Diese wohlausgewogene Nutzung kann viele Bereiche umfassen – Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Wasserwirtschaft, Tourismus, Erholung, Bildung, Gesundheit. Wichtig ist immer die Identifikation mit dem Gebiet: ich nutze es, ohne damit Schaden anzurichten und schütze gleichzeitig die einzigartige Vielfalt.“

Sablatnigmoor ©Thomas Schneditz

Biologe Thomas Schneditz, Gebietsbetreuer des Sablatnigmoors: „Das Sablatnigmoor ist ein wertvolles Kleinod im östlichen Klagenfurter Becken und das älteste Ramsar-Gebiet in Kärnten. Es beheimatet weit mehr als 2.000 verschiedene Tierarten und ist ein bedeutendes Vogelschutzgebiet. Moore sind wichtige Wasserspeicher und dämpfen die Hochwasserproblematik nach Starkniederschlägen. Der in Moorböden vorkommende Torf ist zudem weltweit betrachtet ein riesiger Kohlenstoffspeicher. Das Ramsargebiet Sablatnigmoor bietet auch ein Informationszentrum, das ab Mai geöffnet ist und freut sich interessierten Besuchern seine Schönheiten zu präsentieren zu dürfen.“

Quelle: Land Kärnten

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